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Studie

Deutscher Automarkt schwächelt

Frankfurt/Duisburg Die Absatzkrise am europäischen Automarkt hat die Lieferzeiten für Neuwagen in Deutschland deutlich verkürzt. Vor allem Marktführer Volkswagen bringt die individuellen Bestellungen nach einer Studie des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen schneller zum Kunden als zuletzt. Ein Zeichen für die Schwäche des europäischen Automarkts.

Deutscher Automarkt schwächelt

Der VW Golf kommt nun schneller zum Kunden - auf Wunsch können Käufer das neue Auto persönlich in der Volkswagen Autostadt in Wolfsburg abholen. Foto: Jochen Lübke

Auf Anfang Juni bestellte Fahrzeuge müssen Autokäufer demnach 3,0 Monate warten. Im März betrug die Lieferzeit noch 3,6 Monate, im Juni 2011 sogar 3,8 Monate. «Dies ist ein Zeichen dafür, dass in den nächsten Monaten mit schlechteren Verkäufen im deutschen Automarkt zu rechnen ist», sagte Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer.

Besonders deutlich verkürzten sich nach den Angaben die Lieferzeiten des VW Golf. Einige Golf-Modelle kämen in 12 Wochen nach der individuellen Bestellung beim Kunden an, im März mussten die Käufer noch 6 bis 10 Wochen länger warten. «VW scheint wie andere Autobauer den Rückgang in Europa zu spüren. Die Schuldenkrise und der Rückgang des europäischen Autogeschäfts ist damit auch bei VW angekommen», sagte Dudenhöffer. EU-weit setzte VW von Januar bis April 2 Prozent weniger Neuwagen ab als im Vorjahreszeitraum.

Am längsten mussten Käufer deutscher Neuwagen Anfang Juni auf die Opel-Modelle Combo und Ampera (33 und 28 Wochen) sowie den Q3 und den Q5 von Audi (jeweils 26 Wochen) warten.

«Kürzere Lieferzeiten sind ein Indikator dafür, dass die Auftragsbestände bei den Autobauern kleiner geworden sind», betonte Dudenhöffer. Ein wichtiger Grund dafür sei die Schwäche des europäischen Automarkts.

 

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