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Deutsches Kulturjahr in Russland beendet

Moskau (dpa) Mit einer Fotoausstellung über das Leben des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann beendet das Goethe-Institut Moskau das Jahr der deutschen Sprache und Literatur in Russland.

Deutsches Kulturjahr in Russland beendet

Rüdiger Bolz, Leiter des Goethe-Instituts Moskau, spricht auf der Abschlussveranstaltung des Jahres der deutschen Sprache und Literatur im Puschkin-Literaturmuseum in Moskau. Foto: Thomas Koerbel

Das Kulturjahr habe gezeigt, dass es gerade in Krisenzeiten lohne, den Dialog zwischen beiden Ländern voranzutreiben, sagte Institutsleiter Rüdiger Bolz bei der Ausstellungseröffnung am Mittwochabend. Der Ukraine-Konflikt hat die schwerste Krise im Verhältnis zwischen Deutschland und Russland der vergangenen Jahrzehnte hervorgerufen.

«Die Qualität einer Beziehung zeigt sich nicht in den guten Zeiten, sondern wenn die Lage angespannt ist», meinte Bolz. Die Krise sei zwar noch nicht beigelegt, aber das Kulturjahr habe ihn optimistisch gestimmt. Insgesamt mehr als 500 Veranstaltungen hätten in ganz Russland mehr als 55 000 Menschen erreicht, sagte er.

Dies zeige, dass Dialog auch in politisch schwierigen Zeiten möglich sei, lobte der Kulturbeauftragte des Kreml, Michail Schwydkoj. «Die Kulturschaffenden haben den Politikern gezeigt, dass sie miteinander reden können, und das ist sehr wichtig», betonte Schwydkoj.

Zeitgleich zum deutschen Jahr in Russland fand ein russisches Kulturjahr mit rund 500 Veranstaltungen in Deutschland statt. Die Abschlussausstellung zum 140. Geburtstag von Thomas Mann im Moskauer Puschkin-Museum ist noch bis zum 30. September zu sehen.

Austellung Thomas Mann

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