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Deutsches Team vor Viertelfinale gegen Spanien optimistisch

Valencia. Spielt er oder spielt er nicht? Die Frage nach der Fitness von Rafael Nadal beschäftigt auch das deutsche Davis-Cup-Team. Noch ist unklar, ob die Nummer eins der Welt bis Freitag fit wird. Die Deutschen geben sich gelassen und optimistisch.

Deutsches Team vor Viertelfinale gegen Spanien optimistisch

Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann glaubt an einen Erfolg im Viertelfinal-Duell mit Spanien. Foto: Peter Kneffel

Auf dem angestrebten Weg ins erste Davis-Cup-Halbfinale seit elf Jahren wollen sich Deutschlands Tennisspieler auch nicht von den Spekulationen um ein Comeback des Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal aus der Ruhe bringen lassen.

„Ich glaube, dass meine Mannschaft gut vorbereitet ist - ob Nadal nun spielt oder nicht“, sagte Teamchef Michael Kohlmann am Mittwoch in Valencia selbstbewusst. „Wir sind darauf vorbereitet, dass er spielt. Wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm für uns.“ Die Partie findet von Freitag bis Sonntag in der imposanten Stierkampfarena von Valencia statt.

Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker geht von einem Einsatz von Nadal aus. „Ich glaube, dass er spielt. Wenn er nicht fit wäre, wäre er nicht hier“, sagte Becker am Mittwochabend. Dass die Spanier durch das Mitwirken von Nadal automatisch Favorit sind, ist für den dreimaligen Wimbledonsieger klar. „Wenn man sich die Aufstellung das Spanier anschaut, und dann auch noch auf Sand - besser geht es nicht“, sagte Becker, Head of Men's Tennis im Deutschen Tennis Bund.

Unruhig macht Becker das bevorstehende Comeback von Nadal aber nicht. Zusammen mit Kohlmann saß der 50-Jährige völlig gelassen im Garten des Hotel Westin. Bei angenehmen 22 Grad plauderte Becker gelöst über seine eigenen Erfahrungen im Davis Cup. Die besondere Atmosphäre in der Stierkampfarena weckte bei ihm Erinnerungen an einige seiner eigenen Davis-Cup-Schlachten. „Das ist das besondere an diesem Wettbewerb.“

Nadal hat seit den Australian Open im Januar kein Spiel mehr bestritten. Zuletzt musste er sein geplantes Comeback beim ATP-Turnier im mexikanischen Acapulco verschieben. Dennoch steht er seit Beginn der Woche wieder auf Platz eins der Weltrangliste.

In Valencia trainierte Nadal bislang normal mit dem Team. Genaue Aufschlüsse darüber, wie fit der Mallorquiner nach seiner Verletzung am Hüftbeuger wirklich ist, ließen sich daraus bislang aber noch nicht ableiten. Am Montag habe Nadal im Training einen sehr guten Eindruck gemacht, „von Wehwehchen konnte man da nichts sehen“, sagte Kohlmann. „Aber da hat er auch nur aus der Mitte gespielt, das darf man nicht überbewerten. Dienstag hat er dann um Punkte gespielt mit Roberto Bautista Agut, da sah alles nicht mehr ganz so selbstverständlich aus“, schilderte der deutsche Teamchef seine Beobachtungen.

Spaniens Kapitän Sergi Bruguera ließ einen Einsatz seines Superstars noch offen. „Wenn er bereit ist zu spielen, wird er natürlich spielen“, sagte Bruguera. „Es hängt allein davon ab, wie er sich fühlt.“ Auch Nadal ließ alles offen. Man müsse die gesamte Trainingswoche abwarten, sagte er vor spanischen Medienvertretern.

Ob mit oder ohne Nadal - Bruguera zeigt großen Respekt vor der deutschen Auswahl. „Das ist eine extrem komplizierte Aufgabe für uns“, sagte der Ex-Profi. Kohlmanns vom Weltranglisten-Vierten Alexander Zverev angeführtes Team will es den Spaniern so schwer wie möglich machen.

Nach den bisherigen Trainingseindrücken in dieser Woche sieht Kohlmann sein Team für das spannende Duell mit den favorisierten Spaniern gerüstet. „Wir sind alle bereit für das Wochenende. Wir haben das Gefühl, dass wir jetzt mal dran sind“, sagte Kohlmann. „Alle wollen dabei sein, sind heiß auf die Partie. Das müssen wir transportieren, mitnehmen ins Wochenende.“

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