Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Deutschland: Weltklimakonferenz kommt voran

Bonn. Halbzeit bei der Weltklimakonferenz in Bonn. Sowohl die Bundesregierung als auch Umweltschutzverbände melden Fortschritte. Mit Sorge blicken manche dagegen nach Berlin.

Deutschland: Weltklimakonferenz kommt voran

Greenpeace-Aktivisten werben während der Weltklimakonferenz in Bonn für mehr Engagement gegen den Klimawandel. Foto: Oliver Berg

Die Bundesregierung bewertet den bisherigen Verlauf der Weltklimakonferenz in Bonn vorsichtig optimistisch. „Es wird überall konkret an Verhandlungsfortschritten gearbeitet“, sagte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth an heute in Bonn. Am Samstag ist „Halbzeit“ für die Konferenz.

Zum Auftreten der US-Delegation sagte Flasbarth: „Die Amerikaner verhalten sich unauffällig, eher mit etwas runtergefahrenem Profil.“ Präsident Donald Trump hatte im Sommer den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt. Auch Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid sagte: „In der ersten Woche wurde konstruktiv verhandelt. Die US-amerikanische Delegation hat sich zurückgehalten und - anders als von manchen befürchtet - die Verhandlungen nicht behindert.“

Ann Kathrin Schneider vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bestätigte: „In Bonn kommt man voran, zum Beispiel mit konkreten Überlegungen, wie die Umsetzung des Pariser Abkommens überprüft werden soll.“ In Berlin sehe es dagegen leider nicht so gut aus: „Denn die Unterhändler einer Jamaika-Koalition scheinen sich mit schwachen Klimaschutzmaßnahmen begnügen zu wollen. Berlin muss mehr liefern, die Weltklimakonferenz ruft danach“, forderte Schneider. Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig urteilte: „Die Verhandlungen sind zwar zäh, aber im Großen und Ganzen nicht zäher, als man es erwarten würde.“

In der nächsten Woche stehen in Bonn auch Verhandlungen auf Ministerebene auf dem Programm. Zudem werden der französische Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Inland

Nahles kämpft für „gute Mehrheit“ bei SPD-Mitgliedervotum

Potsdam/Jena. Die designierte SPD-Chefin buhlt im Finale der Regionalkonferenzen um Stimmen der Mitglieder in Ostdeutschland - dort ist man optimistisch für ein Ja zur großen Koalition. Doch es gibt auch deutliche Kritik.mehr...

Inland

Die große Frage: Wer zahlt bei Gratis-Nahverkehr?

Bonn. Ideen zur Luftreinhaltung gibt es viele, gratis sind die wenigsten. Vor allem der Vorstoß der Bundesregierung, in zunächst fünf Städten kostenlosen Nahverkehr anzubieten, wirft Fragen auf.mehr...

Inland

Union diskutiert über ihr Profil

Berlin. CSU-Politiker vor allem hätten es gern deutlich konservativer. CDU-Vertreter suchen den Erfolg in der Mitte. Aber bitte jünger und neuer solle die Partei werden. Kanzlerin Merkel steht unter Druck.mehr...

Inland

SPD-Votum zur GroKo erreicht Mindestbeteiligung

Berlin. Der SPD-Mitgliederentscheid hat das nötige Beteiligungsquorum bereits erreicht. Parteiführung wie GroKo-Gegner versuchen weiter, einen Ausgang jeweils in ihrem Sinne zu erzielen. Auch einer, der um sein Ministeramt bangt, zeigt sich ganz auf Linie der Führung.mehr...

Inland

Kramp-Karrenbauer erwartet Konflikte mit Merkel

Berlin. Beim CDU-Parteitag soll die bisherige Saar-Regierungschefin Kramp-Karrenbauer zur neuen Parteimanagerin gewählt werden. Schon vorher setzt sie Akzente - und lehnt einen Rechtsruck ab.mehr...

Inland

Weitere Person mit deutschem Pass in der Türkei freigelassen

Berlin. Es ist eines der größten Probleme in den deutsch-türkischen Beziehungen. Von Woche zu Woche wird es aber kleiner. Von den einst fast 30 aus politischen Gründen in der Türkei verhafteten Deutschen sind jetzt nur noch vier im Gefängnis.mehr...