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Devisen: Ergebnisse des EU-Krisengipfels beflügeln Eurokurs

NEW YORK (dpa-AFX) Der Euro hat am Freitag mit kräftigem Kursauftrieb auf die Ergebnisse des Brüsseler Krisengipfels reagiert. Zuletzt wurde der Kurs bei 1,2663 US-Dollar notiert. Am Vortag hatte er noch bei 1,24 Dollar gelegen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2590 (Donnerstag: 1,2418) Dollar festgesetzt. Experten zweifeln allerdings, ob die Beschlüsse das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung langfristig stützen können.

Die obersten europäischen Krisenmanager hatten sich in der Nacht zum Freitag beschlossen, den großen Euro-Schwergewichten Italien und Spanien unter die Arme zu greifen. Geplant ist offensichtlich, dass die Rettungsfonds EFSF und ESM die Staaten an den Anleihemärkten unterstützen. Darüber hinaus werden die Finanzhilfen für Spanien keinen vorrangigen Gläubigerstatus erhalten. Die öffentlichen Geldgeber würden bei einem Schuldenschnitt also nicht bevorzugt gegenüber privaten Investoren ihre Kredite zurückerhalten. Außerdem sollen künftig nicht nur Staaten, sondern auch Banken direkt auf die Rettungsfonds zugreifen können - allerdings erst, sobald eine gemeinsame Bankenaufsicht installiert ist.

Obwohl der Gipfel die zuletzt deutlich gesunkenen Erwartungen an den Finanzmärkten damit übertreffen konnte, reagierten Experten überwiegend verhalten. Der positive Effekt dürfe nicht allzu lange anhalten, sagt Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Die angedachten Anleihekäufe durch EFSF und ESM könnten sich als Bumerang erweisen, warnt Holger Schmieding, Chefökonom der Berenberg Bank. Die Krisenfonds hätten nur eine begrenzte Feuerkraft und würden Investoren so einladen, gegen sie zu spekulieren. Die auf dem Gipfel verfolgten Pläne könnten letztlich nur funktionieren, wenn die EZB sich entschlossen dahinter stellen würde.

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