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Devisen: Euro bleibt unter 1,25 Dollar - Erwartungen an EU-Gipfel sinken

FRANKFURT (dpa-AFX) Die schwachen Erwartungen an den kommenden EU-Gipfel lassen sich am Eurokurs ablesen: Am Dienstag blieb die Gemeinschaftswährung wie schon zum Wochenauftakt unter Druck und konnte die Marke von 1,25 US-Dollar nicht überwinden.

Am vergangenen Donnerstag hatte der Euro noch rund zwei Cent mehr gekostet. Zuletzt wurde der Kurs bei 1,2469 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2475 (Montag: 1,2488) Dollar festgesetzt.

Die jüngsten Kursverluste spiegelten die gesunkene Zuversicht vor dem am Donnerstag und Freitag in Brüssel anberaumten Spitzentreffen der Euro-Krisenmanager wider, hieß es aus dem Handel. Mittlerweile kursiert ein Positionspapier, das EU-Ratschef Herman Van Rompuy unter Mitarbeit von EZB-Präsident Mario Draghi sowie Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker erarbeitet hat. Auf sieben Seiten skizzieren die "Big4" mögliche Wege in Richtung einer Banken- und Fiskal-Union sowie hin zu einer Finanztransaktionssteuer und mehr Wachstum. Der Zankapfel Eurobonds wird in dem Dokument als Lösungsweg lediglich diplomatisch vage angedeutet.

"Der kommende Gipfel wird höchstwahrscheinlich keinerlei konkrete Maßnahmen in Sachen Eurobonds oder Bankenunion bringen", sagt Jefferies-Ökonom Marchel Alexandrovich. Auch beim Thema Wachstumsagenda sei kein großer Wurf zu erwarten. Unter Anlegern setze man derzeit jedoch ohnehin vor allem auf kurzfristige Aktionen, wie die Aktivierung der Krisenfonds EFSF und ESM für Käufe italienischer oder spanischer Anleihen. "Daran werden die Gipfel-Ergebnisse am Markt gemessen werden." Sollten diese Hoffnungen enttäuscht werden, könnten die spanischen Renditen leicht wieder über die kritische Schwelle von sieben Prozent klettern und die italienischen mitziehen.

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