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Devisen: Euro fällt vor EU-Krisengipfel auf Zwei-Wochentief

FRANKFURT (dpa-AFX) Je näher der EU-Gipfel rückt, desto stärker gerät der Eurokurs unter Druck: Am Mittwoch fiel die Gemeinschaftswährung noch etwas tiefer unter die Marke von 1,25 US-Dollar.

Die schlechten Vorzeichen belasteten die Kurse, wenngleich sich die Anleger vor dem Spitzentreffen in Brüssel zurückhielten, sagten Händler. Zuletzt wurde der Euro bei 1,2463 US-Dollar notiert. Seit Mitte vergangener Woche hat er damit fast drei Cent verloren. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2478 (Dienstag: 1,2475) Dollar fest.

Die überraschend deutliche Ablehnung gemeinschaftlicher Haftung im Euroraum durch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hält auch den Devisenmarkt in Atem. Merkel sagte am Dienstagabend vor der FDP-Bundestagsfraktion nach Angaben von Teilnehmern, Eurobonds werde es nicht geben, "solange ich am Leben bin". Vor dem EU-Gipfel stehen die Zeichen damit auf Konflikt. "Wir sind im Endspielmodus um die Eurozone", sagte Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. Merkels Äußerung sei implizit und wahrscheinlich ungewollt "eine Aufforderung an die internationalen Märkte, der Eurozone den Rücken zu kehren".

Für zusätzliche Ernüchterung bei Investoren sorgten weitere schlechte Nachrichten aus Spanien: Die dortige Wirtschaft droht, immer tiefer in die Rezession zu rutschen. Die Konjunktur breche auf breiter Front ein, warnte die spanische Notenbank in ihrem Monatsbericht. Eine Reihe von Indikatoren weisen den Angaben zufolge darauf hin, dass der Rückgang sich in der Zeit von April bis Juni noch beschleunigt habe. Mit Italien kommt auch das zweite große Krisenland nicht aus der Misere. Bei einer Auktion sechsmonatiger Schuldverschreibungen nahm der Zinsdruck am Mittwoch weiter zu. Die Luft bei der Geldaufnahme wird immer dünner.

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