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Devisen: Euro fällt wegen Verfassungsgericht unter Marke von 1,26 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) Der Kurs des Euro ist am Donnerstag im Nachmittagshandel wegen der Unsicherheit um den Euro-Rettungsschirm ESM unter die Marke von 1,26 US-Dollar gefallen. Die Ratifizierung der Verträge zum permanenten Euro-Rettungsschirm ESM und zum europäischen

Fiskalpakt in Deutschland könnte sich verzögern. Die europäische Gemeinschaftswährung ist zuletzt auf 1,2596 Dollar gefallen. Im Mittagshandel hatte der Euro noch knapp unter der Marke von 1,27 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,2670 (Mittwoch: 1,2704) Dollar festgesetzt.

"Die mögliche Verzögerung oder gar Ablehnung des dauerhaften Euro-Rettungsschirms ESM durch das Bundesverfassungsgericht hat den Euro unter Druck gebracht", sagte Ulrich Leuchtmann, Leiter des Devisenresearch bei der Commerzbank. Die jüngste Erholung des Eurokurses habe ganz entschieden auf der Hoffnung eines Eingreifens des ESM an den Anleihemärkten der Krisenländer beruht. Das Bundesverfassungsgericht wolle, wenn die angekündigte Klage der Linkspartei eingegangen sei, Bundespräsident Joachim Gauck bitten, mit der Unterschrift unter das entsprechende Gesetz zu warten, hatte eine Sprecherin des höchsten deutschen Gerichts gesagt. Die Richter bräuchten Zeit, um sich in die Materie einzuarbeiten. Eigentlich sollte der ESM am 1. Juli in Kraft treten.

"Falls der ESM nicht in Kraft tritt, würden die Mittel des bisherigen Rettungsschirms EFSF nicht ausreichen, um Spanien und Italien dauerhaft zu helfen", sagte Leuchtmann. Eine mögliche Ablehnung des ESM wäre ein "großer Rückschlag" für die Euro-Rettung. "Auch die großen Hoffnungen auf den EU-Gipfel Ende Juni wurden so stark gedämpft." Der Weg hin zu einer Fiskalunion könnte ohne den Fiskalpakt blockiert werden.

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