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Devisen: Euro im Minus - US-Notenbankchef als Stimmungsbremse

FRANKFURT (dpa-AFX) Der Euro hat sich am Donnerstag nicht im Plus behaupten können: Nachdem eine überraschende Leitzinssenkung in China die Risikofreude an den Finanzmärkten zunächst hob, sorgten Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke am Nachmittag für Ernüchterung.

Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2582 US-Dollar und damit leicht im Minus gehandelt, nachdem sie zuvor auf ein vorläufiges Tageshoch von 1,2625 Dollar geklettert war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2595 (Mittwoch: 1,2485) Dollar festgesetzt.

Fed-Chef Bernanke warnte am Nachmittag vor dem US-Kongress vor der Euro-Schuldenkrise und sagte, die Notenbank habe keine Entscheidung zu einer möglichen quantitativen Lockerung getroffen, also zu einem möglichen neuen Anleihekaufprogramm. Investoren, die auf einen weiteren Anschub der Konjunktur durch die Fed gesetzt hatten, reagierten enttäuscht. Die Risikofreude an den Finanzmärkten ließ daraufhin spürbar nach und der Eurokurs baute deutlich ab. An den Märkten hätte sich die Erwartung aufgebaut, dass Bernanke weitere geldpolitische Maßnahmen in Aussicht stellen würde, hieß es aus dem Handel. Der Notenbankchef hielt sich jedoch bedeckt. Er betonte lediglich die generelle Handlungsbereitschaft der Fed, nannte jedoch keine weiteren Details.

Zuvor hatte China mit einem Paukenschlag die Stimmung an den Märkten gehoben: Wegen der unerwartet starken Abkühlung der Konjunktur senkt die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt erstmals seit 2008 ihre Leitzinsen. Mit dem überraschenden Schritt verstärkt die Zentralbank in Peking ihre Bemühungen, das Wachstum stärker anzukurbeln. Nach Einschätzung von Christian Schultz, Ökonom der Berenberg Bank, dürfte die Zinssenkung Exportnationen rund um den Globus zu Gute kommen. Von einer stabilen Nachfrage in China würden auch etliche europäische Länder profitieren, schreibt der Experte in einer Analyse.

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