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Devisen: Euro stark unter Druck - Griechenland-Wahl verunsichert

FRANKFURT (dpa-AFX) Der Eurokurs ist am Dienstag stark unter Druck geblieben und deutlich unter die Marke von 1,25 US-Dollar gefallen. Vor der am Sonntag in Griechenland anstehenden Wahl würden die Anleger nach Sicherheit suchen und in den Dollar umschichten, sagten Händler.

Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,2443 US-Dollar gehandelt. Nach einer kurzzeitigen Erholung war sie im Mittagshandel zwischenzeitlich noch bis auf 1,2529 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,2492 (Montag: 1,2544) Dollar festgesetzt.

"Die am Sonntag anstehende Wahl in Griechenland hat eine Flucht in als wirklich sicher geltende Anlagen ausgelöst", sagte Marc Burgheim Leiter des Devisenhandels bei der BayernLB. Das Ergebnis der Wahl sei sehr schwer zu prognostizieren. Sollten am Sonntag die Gegner des Sparpakets die Wahl gewinnen, dann könnte dies zu einem Austritt Griechenlands aus der Währungsunion führen. "Wie stark die Verunsicherung ist, zeigt sich nicht nur an den starken Verkäufen von spanischen und italienischen Staatsanleihen", sagte Burgheim. "Mittlerweile werden auch die als bisher sicher geltenden deutschen Anleihen verkauft." Stark nachgefragt werde neben dem Dollar auch das Gold.

"Das am Wochenende kurzfristig beschlossene Hilfspaket für Spanien sei in diesem Umfeld ohne positive Wirkung geblieben", sagte Burgheim. An den Märkten wurden zudem Zweifel an der Hilfe für Spanien-Hilfe laut, da viele Einzelheiten noch ungeklärt sind. "Bis zum Sonntag wird der Euro unter Druck bleiben", erwartet Burgheim. Bei einem Sieg der Reformgegner könnte der Euro dann rasch bis auf 1,20 US-Dollar zurückfallen.

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