Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Devisen: Nur kurze Erleichterung nach Griechenland-Wahl - Euro unter Druck

NEW YORK (dpa-AFX) Der Wahlerfolg der Sparbefürworter in Griechenland hat den Euro am Montag nur kurzzeitig gestützt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,2577 US-Dollar gehandelt.

Im asiatischen Handel war der Euro zuvor mit 1,2747 Dollar auf den höchsten Stand seit fast einem Monat gestiegen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs im Handelsverlauf dann bereits deutlich tiefer auf 1,2618 (Freitag: 1,2596) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7925 (0,7939) Euro.

Die proeuropäischen Kräfte der Parteien Nea Dimokratia und Pasok haben sich bei den Parlamentswahlen in Griechenland durchgesetzt - wenn auch knapp. Die Erleichterung an den Finanzmärkten hielt jedoch nur kurzzeitig an. "Das größere Problem sind derzeit aber eher die Probleme in Italien und vor allem in Spanien", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der BHF-Bank. Diese seien nach den Wahlen in Griechenland nicht gelöst. Vor allem der spanische Anleihemarkt geriet wieder stark unter Druck. Die Rendite der zehnjährigen spanischen Anleihe war zwischenzeitlich auf einen Rekordstand von 7,241 Prozent gestiegen. Aber zumindest sei in Griechenland eine Eskalation vermieden worden, fuhr Rieke fort. Das Land werde sich jetzt wohl weiter "durchwursteln".

Die vorsichtige Reaktion am Devisenmarkt erklärte Rieke auch mit den in dieser Woche anstehenden Konjunkturdaten. Diese dürften wohl eine weitere Abschwächung der Wirtschaft in der Eurozone signalisieren. Daher zögerten viele Anleger bereits jetzt, Euro zu kaufen. "Die Nervosität an den Märkten ist weiter hoch." Dies zeigten die heftigen Kursausschläge. Die Hoffnungen lägen jetzt auf dem nächsten EU-Gipfel (28. und 29. Juni), wo weitere Integrationsschritte erwartet würden.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Dienstleistungen im Garten steuerlich geltend machen

Berlin (dpa/tmn) Wer eine Hilfe bei der Gartenarbeit beschäftigt, kann diese bei der Einkommensteuererklärung geltend machen. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin.mehr...

Wirtschaft

Bei der Anlagenplanung auch an die Dollar-Entwicklung denken

Bremen (dpa/tmn) Starker Euro, schwacher Dollar: Bei der Finanzplanung sollten Kleinanleger die aktuelle Entwicklung der Wechselkurse im Auge behalten. Direkte Währungsinvestments sind Verbraucherschützern zufolge aber nichts für private Sparer.mehr...

Fehlerhafte Bescheide

Wohngeld und Unterhaltsleistungen: Sorgfaltspflicht beachten

Köln Der Wohngeldantrag ist korrekt gestellt. Doch der Bescheid ist fehlerhaft. Er fällt zugunsten des Antragstellers aus. Hätte er das erkennen müssen? Diese Frage hatte ein Gericht zu klären.mehr...

Wirtschaft

Schwacher Euro sorgt für leichte Gewinne im Dax

Frankfurt/Main (dpa) Die zermürbende Griechenland-Krise hat den deutschen Aktienmarkt weiter fest im Griff. Die Unsicherheit war wieder spürbar und schickte den Dax auf Berg- und Talfahrt.mehr...

Wirtschaft

Douglas-Börsengang abgeblasen

Hagen/Frankfurt (dpa) Deutschlands größte Parfümeriekette kehrt doch nicht an die Börse zurück. Stattdessen wird sie von einem Finanzinvestor an den anderen weitergereicht. Firmenchef Kreke zeigt sich dennoch optimistisch für die Zukunft des Unternehmens.mehr...