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3:0 gegen Mainz

Di Santo hat in Schalkes Sturm die Nase vorn

GELSENKIRCHEN Als Trainer Markus Weinzierl Franco Di Santo in der 81. Minute vom Platz holte, war das Spiel gegen Mainz längst zugunsten von Schalke entschieden - und für Di Santo gab es jede Menge Beifall von den S04-Fans. Für den 27-jährigen Argentinier ist das keine Selbstverständlichkeit.

Di Santo hat in Schalkes Sturm die Nase vorn

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und Mainz 05.

Bislang hielten sich die positiven Reaktionen der S04-Anhänger auf den Angreifer in Grenzen. Verständlich: Denn von den hohen Erwartungen, mit denen Di Santo vor der letzten Saison für sechs Millionen Euro von Werder Bremen losgeeist wurde, konnte der Spieler kaum welche erfüllen. Sogar das böse Wort vom „Fehleinkauf“ machte schon die Runde. Das Prinzip Hoffnung bestand nur noch darin, dass Di Santo auch bei Werder erst in seinem zweiten Jahr durchgestartet war.

Doch auch in dieser Saison schien Di Santo der Durchbruch nicht zu gelingen. Mit Breel Embolo wurde ein neuer Stürmer verpflichtet, der sich bis zu seiner schweren Verletzung auch kontinuierlich gesteigert hatte. Darüber hinaus rekrutierte sich die S04-Offensive aus Choupo-Moting und dem „klassischen“ Mittelstürmer Klaas-Jan Huntelaar. Als der am Donnerstag in Krasnodar (Europa League) nur auf der Bank saß und Di Santo von Beginn an spielte, durfte daher vermutet werden, Weinzierl habe Huntelaar für das wohl wichtigere Liga-Spiel gegen Mainz schonen wollen.

Bärenstarke Leistung

Doch offensichtlich hat Di Santo derzeit tatsächlich die Nase vorn. Gegen Mainz zeigte er eine bärenstarke Leistung und interpretierte seine Sturm-Rolle so, wie sie Huntelaar offenbar nicht mehr nachhaltig zugetraut wird. Di Santo präsentierte sich als „spielender“ Mittelstürmer, wartete nicht nur auf Zuspiele, sondern organisierte sich die Bälle selbst und half sogar am eigenen Strafraum aus.

Der sechs Jahre ältere Klaas-Jan Huntelaar, für Di Santo eingewechselt, muss sich nach Jahren der verdienten Stammplatz-Garantie möglicherweise mit der Ersatzbank anfreunden. Weinzierl lobte Di Santo jedenfalls: „So kann er weiterspielen. Warum er hier vorher seine Leistung nicht gebracht hat, kann ich nicht beurteilen.“

Angesichts des strammen Schalker Herbst-Programms ist es allerdings nicht auszuschließen, dass Weinzierl immer auch mal wieder rotieren lässt. Am Mittwoch muss Schalke in der zweiten Runde des DFB-Pokals zum 1. FC Nürnberg, am Samstagabend ist dann das Derby in Dortmund. Zwei wichtige, zwei schwere Spiele – denn auch Zweitligist Nürnberg ist nicht zu unterschätzen.

Nürnberger Sieg

Die Schalker „Freunde“ vom Club haben nämlich einen ähnlichen Saisonstart wie die „Königsblauen“ hingelegt. Ganz schwach gestartet scheinen sie nun das Feld von hinten aufrollen zu wollen. Am Sonntag gelang dem 1. FC Nürnberg ein 2:0-Sieg gegen Aufstiegs-Favorit Hannover 96 und ist nun drauf und dran, selbst wieder Tuchfühlung zum oberen Tabellendrittel zu bekommen.

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