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Dicke Luft in der Innenstadt

WITTEN Die meisten Wittener können guten Gewissens tief durchatmen, vor allem, wenn sie in Stockum oder im Süden der Stadt wohnen.

von Von Beatrice Haddenhorst

, 01.12.2007
Dicke Luft in der Innenstadt

Blick von Stockum ins Tiefendorf, Richtung Dortmunder Straße.

Lediglich die Innenstadt gilt als klimatischer „Lastraum“, wo man dringend etwas gegen „dicke Luft“ tun sollte.

„Die Freiflächen südlich von Stockum im Tiefendorf sollte man auf keinen Fall bebauen“, fand Astrid Snowdon vom Regionalverband Ruhr  im Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Umweltschutz deutliche Worte.

 Sie stellte die Klimaanalyse für die Stadt vor und traf gleich einen neuralgischen Punkt. Wollen Wittener Planer und Politiker doch gerade große Teile der Freiflächen zwischen Stockum und Rüdinghausen mit einem neuen Gewerbegebiet zupflastern.

„Im Bereich Stockum geht es darum, die günstige Situation unbedingt zu erhalten. Von den großen Freiflächen dort können sich klimatisch wichtige Kaltluftmassen erheben, die mächtig genug sind, die Autobahn zu überwinden und entlang der Dortmunder Straße Richtung Innenstadt zu ziehen“, erläuterte Snowdon.

Die extreme Bedeutung des Freiflächenerhalts unterstrich sie auch mit einem Blick in die Zukunft. Bereits jetzt sei das Klima an heißen Sommertagen in der Innenstadt bedenklich schwül.

In den nächsten 50 Jahren sei mit mehr und länger anhaltenden Hitzeperioden zu rechnen, was die klimatische Belastung im Zentrum noch erhöhen würde.

 „Deshalb ist es wichtig, neben dem Freiflächenerhalt auch in der Innenstadt mehr kleine Grünflächen schaffen, z.B. Innenhöfe und Fassaden begrünen. Vorhandene Grünflächen sollte man unbedingt erhalten und vernetzen“, empfahl die Klimaexpertin.

Verglichen mit anderen Städten im Ruhrgebiet sei das Klima in Witten, abgesehen vom Lastraum Innenstadt, günstig und es sei angesichts des zu erwartenden Klimawandels wichtig, dass es so bleibt.