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Die Eifelpraxis - Eine Frage des Muts

Berlin. Die Eifel ist schön, das Haus des Arztes direkt am See auch - und eine forsche Assistentin sorgt für allerlei Auftrieb. So funktioniert eine erfolgreiche TV-Reihe.

Die Eifelpraxis - Eine Frage des Muts

Tom Böttcher (l-r), Rebecca Immanuel, Mascha Schrader und Janek Rieke am Rande von Dreharbeiten für die ARD-Reihe „Die Eifelpraxis“. Foto: Jens Kalaene

Auf dem Lande gibt es bekanntlich viel zu wenig Ärzte, und da ist jedwede Hilfe willkommen. Und so gelangt eine Berliner Versorgungsassistentin in die landschaftlich reizvolle Eifel, um dort in eine Arztpraxis einzusteigen.

Was ihr dort alles passiert, darum geht es auch in der vierten Folge der mittlerweile populären Reihe „Die Eifelpraxis“ mit der Geschichte „Eine Frage des Muts“, die an diesem Freitag (20.15 Uhr) im Ersten gezeigt wird. Am daraufolgenden Freitag (20.15 Uhr) folgt dann eine weitere Episode mit dem Titel „Gebrochene Herzen“.

Es ist wieder allerhand los: Die junge Rangerin Hanna Reinhardt (Jytte-Merle Böhrnsen) läuft gegen einen Laternenpfahl, weil sie wegen einer rätselhaften Infektion allmählich ihre Sehkraft verliert und sich am liebsten vor einer riskanten Netzhaut-OP drücken möchte. Dann taucht Daniel Morel (Aleksandar Radenkovic) auf, ein Freund von Hauptfigur Vera (Rebecca Immanuel), der sich prompt bei ihr einquartiert. Das gefällt ihrem Chef, Dr. Chris Wegner (Simon Schwarz), überhaupt nicht und seinem Kollegen, Krankenhausarzt Dr. Henning Maurer (René Steinke), auch nicht - denn Henning macht Vera einige Avancen, während Chris sich heimlich in sie verliebt ist. In Veras Sohn Paul (Tom Böttcher) sind gleich zwei Mädchen verliebt, was er allerdings nicht richtig bemerkt.

Mit der Teenager-Liebe ist es natürlich nicht einfach, mit dem Humor allerdings auch nicht. „Sie sind heute wohl mit dem falschen Fuß zuerst aufgestanden“, darf die forsche Vera da ungestraft zu ihrem Chef sagen, der ja bekanntlich im Rollstuhl sitzt und ein ignoranter Chauvi sein kann. Aber er mag sie halt, er ist ein guter Arzt, und er braucht sie.

So lässt er auch einige andere Sachen bei ihr durchgehen - zum Beispiel dass sie eigenmächtig die Termine für ihre Hausbesuche ändert, was aber bei einem Notfall fast zu einer Katastrophe führt, dass sie ganz schön herumschnüffelt und gelegentlich etwas zu pädagogisch daherredet. Doch wenig später macht sie sich bereits wieder unentbehrlich, und ihr Selbstbewusstsein lässt sie sich sowieso nicht nehmen. Selbst dann nicht, als ihr (vorübergehend) gekündigt wird.

Regisseur Josh Broecker (54, „Marie Brand“) zeigt viele schöne Bilder der hübschen Stadt Monschau, aus einem Wildpark und einem Aquarium - immerhin so, dass es nicht zu penetrant wird. Aber in der Hauptsache bleibt er bei der patenten und humorvollen Hauptfigur, die zu viel redet, aber eben nicht allwissend und fehlerlos ist. Sie wird von Rebecca Immanuel voller Herzblut und dabei absolut glaubhaft und sympathisch gespielt. Doch auch für die anderen Figuren bleibt genügend Raum, vor allem für deren Sorgen bei einer Krankheit oder einer anstehenden Operation. Sie haben teilweise tatsächlich enormen Mut in schwieriger Lage, und sie werden schlichtweg ernst genommen.

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