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Die Geschichte der Brackeler Löwen

Skultpuren im Norden

BRACKEL. In Stein gemeißelt. Erhaben. Stolze 2,50 Meter hoch und 12 Tonnen schwer. Dieses beeindruckende Gewicht bringt jeder der beiden Löwen auf die Waage, die inmitten des Kreisverkehrs am BVB-Trainingszentrum die gesamte Fläche überblicken. Die zwei Figuren haben eine bewegte Vergangenheit.

von Von Patrick Wang

, 25.08.2010
Die Geschichte der Brackeler Löwen

Monumental blickt dieser Stein-Löwe ins Weite.

Nicht immer standen sie dort, und ihre Historie ist bewegt. Das genaue Entstehungsdatum der Skulpturen steht nicht wirklich fest. „Man denkt, dass sie gegen 1936 entstanden sind, weil ihre Form in die damalige Zeit passt. Das erklärt auch das Monumentale der Figuren“, erklärt Silke Seidel, Geschäftsführerin der Hohenbuschei GmbH.

Früher standen die beiden imposanten Löwen Spalier für Offiziere, aber auch für hohe Persönlichkeiten, etwa aus der britischen Königsfamilie. „Die Löwen waren vor dem damaligen Militärkasino aufgestellt und zierten den Empfang. Da sie den Briten gehörten, kam auch die Königsfamilie an dieser Stelle zu Besuch“, erzählt Silke Seidel weiter. Auf dem Gelände, auf dem die steinernen Raubtiere ihren Platz hatten, wurde 1916 Dortmunds erster Flughafen errichtet. Sogar Zeppeline landeten dort. Während des Krieges wurde der Flughafen zu einem Militärstützpunkt umfunktioniert: All dies überstanden die beiden Urgesteine ohne größere Schäden.

Als vor 14 Jahren die Briten das Gelände zurück an den Bund gaben, übernahm DSW die Löwen und schaffte sie zu Restaurationszwecken in den Betriebshof nach Brünninghausen. „Bei Nacht wurden sie mit Schwertransportern vom Hohenbuscheigelände weggeschafft. Dafür mussten Straßen gesperrt werden. Es war sehr interessant und aufregend“, erinnert sich Silke Seidel. Lediglich das Fundament musste erneuert werden und einige Risse, die dem Zahn der Zeit zuzuschreiben waren. Vor gut einem Jahr traten die Statuen ihre Heimreise nach Brackel an. Dort schauen sie nun wachsam und mit großen Augen den vorbeifahrenden Autos zu. „Sie erinnern daran, dass die Fläche eine bewegte Vergangenheit hat,“ sagt Silke Seidel. „Der Platz ist genau richtig für sie.“

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