Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Die IOC-Beschlüsse im Doping-Fall Russland

Lausanne. Russlands Sportler dürfen wegen des Doping-Skandals nur unter neutraler Flagge an den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang teilnehmen. Das entschied die Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees am 5. Dezember in Lausanne.

Die IOC-Beschlüsse im Doping-Fall Russland

Mit seinen Beschlüssen bestraft das Internationalen Olympische Kommitee das mutmaßlich staatliche Doping Russlands. Foto: Jean-Christophe Bott

Das IOC bestrafte damit das mutmaßlich staatlich orchestrierte Dopingsystem in Russland vor und bei den Winterspielen in Sotschi 2014.

Darüber hinaus beschloss das Gremium weitere Maßnahmen. Die IOC-Entscheidungen im Einzelnen:

- Das Russische Olympische Komitee (ROC) wird mit sofortiger Wirkung suspendiert.

- Nur einzelne russische Athleten dürfen unter strengen Bedingungen im Februar in Pyeongchang starten. Diese eingeladenen Athleten werden unter dem Namen „Olympiasportler aus Russland (OAR)“ an Einzel- und Mannschaftswettbewerben teilnehmen. Sie treten mit einer Uniform unter diesem Namen und unter der Olympischen Flagge an. Dazu wird bei einer Zeremonie die Olympische Hymne gespielt.

- Kein Beamter des russischen Sportministeriums darf bei den Olympischen Winterspielen akkreditiert werden.

- Der damalige Sportminister Witali Mutko und sein damaliger stellvertretenden Minister Juri Nagornych werden von allen zukünftigen Olympischen Spielen ausgeschlossen.

- Der Sotschi-Organisationschef Dmitri Tschernyschenko muss sich aus der Koordinationskommission für die Winterspiele in Peking 2022 zurückziehen.

- Alexander Schukow wird als IOC-Mitglied suspendiert, da seine Mitgliedschaft an seine Position als ROC-Präsident gebunden ist.

- Weitere Maßnahmen des IOC gegen andere am System beteiligten Personen sind möglich.

- Das ROC muss die Kosten erstatten, die dem IOC durch die Untersuchungen entstanden sind, und trägt zur Einrichtung der Independent Testing Authority (ITA) mit einem Gesamtbetrag von 15 Millionen Dollar bei, um die Kapazität und Integrität des globalen Anti-Doping-Systems aufzubauen.

- Das IOC kann die Suspendierung des ROC vom Beginn der Abschlusszeremonie der Olympischen Winterspiele 2018 an ganz oder teilweise aufheben, vorausgesetzt, dass diese Entscheidungen vom ROC und von den eingeladenen Athleten und Offiziellen vollständig respektiert und umgesetzt werden.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Sportpolitik

Berlin knüpft neue Olympia-Bewerbung an Bedingungen

Berlin. Olympia in Deutschland? Das schien nach den in Volksabstimmungen gescheiterten Bewerbungen von Hamburg und München nicht mehr zeitgemäß. Alt-Kanzler Schröder empfahl nun eine neue deutsche Bewerbung. Berlin findet das auch gut so, stellt aber Bedingungen.mehr...

Sportpolitik

Finanzprobleme für Verbände durch politische Hängepartie

Pyeongchang. Die monatelange Hängepartie um eine neue Bundesregierung wird für zahlreiche Sportverbände finanziell bedrohlich. Das Fördergeld vom Bund für 2018 wird frühestens im dritten Quartal fließen. Der DOSB weiß: Die ersten Verbände haben schon existenzielle Not.mehr...

Sportpolitik

Russischer Doping-Skandal nach Olympia nicht beendet

Pyeongchang. Der russische Doping-Skandal wird nach den Winterspielen nicht zu Ende sein. Geheime Daten aus dem Moskauer Analyselabor könnten weitere Fälle aufdecken. Die FIFA muss noch den Doping-Verdacht gegen Spieler des WM-Gastgebers Russland klären. Die WADA passt auf.mehr...

Sportpolitik

Hörmann zu ARD-Enthüllung: „Ross und Reiter nennen“

Pyeongchang. DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat nach den Enthüllungen über dopingverdächtige Blutwerte von Ski-Langläufern, die bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften von 2002 bis 2017 über 300 Medaillen gewonnen haben sollen, mehr Fakten und Namen gefordert.mehr...