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Die Lehren aus dem Formel-1-Saisonfinale

Abu Dhabi. 20 Rennen in 245 Tagen - die Formel-1-Saison 2017 ist vorbei. Schon kurz nach der Zieldurchfahrt richten viele den Blick auf den nächsten Jahrgang. Für einen aber ist endgültig Schluss.

Die Lehren aus dem Formel-1-Saisonfinale

Die Formel 1 verabschiedet sich in eine viermonatige Rennpause. Foto: Hassan Amma

Nach dem Sieg von Mercedes-Pilot Valtteri Bottas im Saisonfinale von Abu Dhabi hat sich die Formel 1 in die viermonatige Rennpause verabschiedet. Was bleibt vom Schlussakt?

FERRARI MUSS SICH STRECKEN

Eigentlich wollte sich Sebastian Vettel im letzten Rennen Rückenwind für 2018 holen. Stattdessen musste der Hesse erkennen, wie schwer es wohl auch im kommenden Jahr wird, zumindest auf Augenhöhe mit Mercedes zu fahren. „Wir haben viel Arbeit vor uns“, sagte der 30-Jährige, der sich als Dritter über weite Strecken des letzten WM-Laufs „im Niemandsland“ fühlte. Dieses Jahr schien der Titel bis in den Herbst greifbar nah. Jetzt muss der Vize-Weltmeister wieder bei Null anfangen.

BOTTAS WILL MEHR

Selbst nach seinem Finalerfolg nannte Rennsieger Bottas sein erstes Jahr bei Mercedes „enttäuschend“. Drei Siege reichten am Ende nur zu WM-Platz drei hinter Teamkollege Lewis Hamilton und Vettel. Vor allem nach der Sommerpause musste Bottas bittere Lektionen lernen, während Hamilton in Hochform zum vierten WM-Triumph raste. Der Sieg im direkten Duell mit dem Briten in Abu Dhabi fühlte sich daher umso süßer an. „Das gibt mir Selbstvertrauen für das kommende Jahr“, sagte der 28 Jahre alte Finne.

AUF HÜLKENBERG IST VERLASS

Nico Hülkenberg hat nach seinem Wechsel zu Renault die Erwartungen der Franzosen erfüllt. Mit dem sechsten Platz in Abu Dhabi brachte der Rheinländer sein Team noch auf Rang sechs der Teamwertung, der mit rund sieben Millionen Euro mehr aus dem Vermarktungstopf vergütet wird. „Dafür bin ich doch da“, sagte Hülkenberg bescheiden. Nun hofft der 30-Jährige aus Emmerich auf einen nachhaltigen Aufschwung beim Werksteam. „Das zeigt, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen und bereitet mir Vorfreude aufs nächste Jahr“, sagte Hülkenberg.

FELIPE MASSA IST DANN MAL WEG

Ein paar wilde Dreher noch, das Auto einfach gegen die Fahrtrichtung auf der Zielgeraden geparkt - so endete die lange Formel-1-Karriere von Felipe Massa. „Es war ein großer Spaß, hier 16 Jahre dabei zu sein. Ich werde viele Dinge vermissen“, sagte der Brasilianer nach dem letzten seiner 269 Grand Prix. Bei Ferrari lernte er einst von Michael Schumacher, war 2008 für ein paar Sekunden sogar Weltmeister. „Ich hatte viel Glück, so etwas erleben zu dürfen“, sagte Massa, ehe er in die Nacht von Abu Dhabi verschwand.

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