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Die Lust am Lesen wecken

BOCHUM Kinder- und Jugendbüchern erreichen schwindelerregende Verkaufszahlen. Aber trotz Harry Potter und Co. bleiben bei vielen Familien die Buchdeckel geschlossen. Vorgelesen wird immer seltener.

von von Anne Schmidt

, 18.08.2008
Die Lust am Lesen wecken

<p>Die Lesefreude sollte bei Kindern schon früh durch Vorlesen geweckt werden. dpa</p>

Mit diesem Problem beschäftigt sich seit 2005 die Initiative "Bochum liest vor!", denn bei fehlenden Vorbildern bleibt Kindern die Welt der Bücher oft verschlossen. "Bis zum zwölften Lebensjahr ist die Leseklappe offen" sagt Waltraud Burchhardt-Kamplade vom Ortsverband des Kinderschutzbundes. "Wenn bis zu diesem Zeitpunkt keine Freude am Lesen geweckt wird, bleibt das für den Rest des Lebens so." Der Kinderschutzbund setzt sich deshalb zusammen mit der Stadtbücherei und dem Freiwilligenzentrum mit "Bochum liest vor!" für die Leseförderung ein. Hier werden Vorlesepaten an Kindertagesstätten und Grundschulen vermittelt, um Kinder für Bücher zu begeistern.

Die Veranstalter suchen nun erneut Ehrenamtliche, denn die Nachfrage ist groß. Siebzig Einrichtungen haben sich bereits gemeldet. Gebraucht werden 150 Vorlesepaten, die einmal pro Woche, ein bis zwei Stunden ihre Lust am lesen mit den Kindern teilen. Gerade im Norden und Osten der Stadt gibt es einen großen Bedarf an Freiwilligen. Da Jungen nachweislich weniger lesen als Mädchen, sind die Organisatoren besonders daran interessiert männliche Paten zu finden, die Freude am Büchern und dem Umgang mit Kindern haben. Genauso wichtig ist die Teilnahme von Menschen mit Migrationshintergrund, da die Initiative zweisprachige Vorlesestunden abhalten möchte, um alle Kinder erreichen zu können.

Das Projekt bietet Vorteile für alle Beteiligten. "Es macht den Vorlesepaten genauso viel Spaß wie den Kindern" sagt Thomas Quinting vom Freiwilligenzentrum, "es gibt also nur Gewinner."

Interessenten melden sich bei Thomas Quinting, Tel. (0234) 3 25 56 02, E-Mail info@freiwilligen-zentrum-bochum.de