Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Die Milch macht's - schon seit 7000 Jahren

London (dpa) Schon vor 7000 Jahren haben die prähistorischen Bewohner der Sahara Milchvieh gehalten. Sie zogen mit ihren Herden durch die damals grüne Savannenlandschaft, gewannen die Milch und verarbeiteten diese auch weiter.

Die Milch macht's - schon seit 7000 Jahren

Zwischen 5000 und 8000 Jahre alte Wandmalerei aus Nordafrika, auf der Milchvieh abgebildet ist. Foto: Roberto Ceccacci/The Archaeological Mission in the Sahara, Sapienza University of Rome/Nature

Das berichtet ein internationales Forscherteam nach der Untersuchung von Fett-Rückständen in jahrtausendealten Tongefäßen. Die Untersuchung zeige, dass Milch ein wichtiger Bestandteil der Ernährung war, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt «Nature».

Julie Dunne von der University of Bristol (Großbritannien) und ihre Mitarbeiter hatten die Fettrückstände an 81 Tonscherben untersucht, die in der libyschen Sahara-Region gefunden wurden. Sie stammen aus der Zeit zwischen 8100 und 2600 vor Christus. Die Forscher analysierten die Isotope - das sind Varianten eines chemischen Elements - der verschiedenen Fette an den Tonscherben. So lässt sich auf den Ursprung der Fette rückschließen.

Ab etwa dem fünften Jahrtausend vor Christus fanden die Forscher vor allem Rückstände spezieller tierischer Fette. An älteren Scherben fanden sie solche Reste nicht. Dies belege, dass die Menschen damals begonnen hatten, Milchviehwirtschaft zu betreiben und die nahrhafte Milch zu verarbeiten.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wissenschaft

Umweltministerium warnt vor Insektensterben

Berlin (dpa) Das Bundesumweltministerium warnt vor einem fortschreitenden Insektensterben in Deutschland. In Teilen des Landes habe sich der Bestand von Insekten seit dem Jahr 1982 um bis zu 80 Prozent verringert.mehr...

Wissenschaft

WWF: Regenwürmer sind ein vernachlässigter Bodenschatz

Berlin (dpa) Der Regenwurm zählt wohl zu den meistunterschätzten Lebewesen. Er kann Ernten vergrößern und die Hochwassergefahr mindern. Die Landwirtschaft müsse stärker auf sein Wohlergehen ausgerichtet werden, fordern Naturschützer.mehr...

Wissenschaft

UN-Konferenz in Mexiko: "Artenschutz muss Chefsache werden"

Cancún (dpa) Elefanten, Pandas und Tiger sind vom Aussterben bedroht. Weniger spektakulär, aber vielleicht noch wichtiger: Auch die für Ökosysteme essenziellen Bienen könnten verschwinden. Ein Großkonflikt zwischen Artenschutz und industrieller Landwirtschaft zeichnet sich ab.mehr...

Wissenschaft

UN-Konferenz in Cancún: Wie lässt sich Artensterben stoppen?

Cancún (dpa) Mehr Schutz für Bienen, aber auch ein neues Denken im Tourismus und in der Landwirtschaft. In Mexiko verhandelten Vertreter aus aller Welt über neuen Strategien, um das weltweite Artensterben zu stoppen. Umweltschützer sehen noch großen Handlungsbedarf.mehr...

Wissenschaft

Siliziumkugel soll Kilogramm neu definieren

Braunschweig (dpa) Runder und glatter geht es kaum noch: Die silbrig schimmernde Kugel ist so perfekt, dass sie nirgends mehr als rund 50 millionstel Millimeter (Nanometer) von der idealen Form abweicht.mehr...