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«Die Straße der tausend Blüten» von Gail Tsukiyama

München (dpa) Wie eine Serie von Tuschezeichnungen breitet Gail Tsukiyama ihren Japan-Roman «Die Straße der tausend Blüten» vor dem Leser aus. Die Überschriften der Kapitel sind plakativ, oft bestehen sie nur aus einem Wort «Siege» etwa oder «Schutz».

«Die Straße der tausend Blüten» von Gail Tsukiyama

Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

Mit wenigen Worten umreißt sie dann den nächsten Schauplatz so klar und präzise, dass der Leser nicht nur vollkommen im Bilde ist, wo die nächste Szene abläuft, sondern auch sofort von der Stimmung eingefangen wird, in der sich das Drama weiterentwickelt. So gibt es keine Irritation, obwohl Tsukiyama, in San Francisco geborene Tochter einer immigrierten Chinesin und eines Japaners aus Hawaii, von einer Person zur anderen springt.

Um Kunst und Kultur geht es, Tradition und menschliche Werte. Im Mittelpunkt stehen die Brüder Hiroshi und Kenji, der eine Sumo-Ringer, der andere Schnitzer von Masken für das No-Theater. Beide ringen um Vollendung auf ihrem ganz eigenen Weg. Die Grausamkeit des Zweiten Weltkrieges scheint alle Träume zu ersticken. Doch selbst in den Wirren der Besatzung nach Krieg und Zerstörung setzen sich wahre Werte mit der selben Beharrlichkeit durch, wie die schlanken Stängel von Maiglöckchen die harte Erde durchdringen.

Gail Tsukiyama

Die Straße der tausend Blüten

Droemer Verlag, München

624 S., Euro 19,95

ISBN 978- 3-426-19789-9

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