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Langeraks Patzer schürt Diskussionen

Die Torwart-Frage beim BVB lebt wieder auf

DORTMUND Spät in der Nacht, an der Seite seiner Freundin Riahannon Woods, da kehrte am Samstag das oft beschworene Lächeln ins Gesicht von Mitchell Langerak zurück. Es war zuvor nicht der Abend des Australiers gewesen. Und das ausgerechnet im Finale in Berlin. Wie geht es jetzt weiter im Torwartduell mit Roman Weidenfeller?

Die Torwart-Frage beim BVB lebt wieder auf

Die erste Wolfsburger Chance entschärfte Mitch Langerak noch – danach schlug es dreimal hinter ihm ein.

Als einer der letzten Dortmunder hatte Langerak zwei Stunden zuvor die Katakomben des Olympiastadions verlassen, um sich für die angesetzte Pokalparty frisch zu machen. Ihm war so gar nicht nach feiern zumute. Wie so vielen Borussen an diesem traurigen Abend. Doch ihm blieb keine Wahl. Auch er musste ins Kraftwerk – und blieb schließlich fast bis zum Ende.

Kritik am Keeper

Die Abwechslung tat ihm sichtlich gut. Seine Freundin, die Musik, das gute Essen, sicher auch der eine oder andere eisgekühlte Cocktail – all das lenkte ihn in der Berliner Nacht von den 90 wenig erquicklichen Minuten gegen den VfL Wolfsburg ab. Es wäre zu viel der Kritik, würde man ihm allein die Niederlage zuschieben. Doch ganz falsch wäre es auch nicht.

DORTMUND Trainer Jürgen Klopp wird nach seinem Abschied vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund bis auf weiteres eine Pause einlegen. Wenige Tage nach dem verlorenen Pokalfinale am Samstag gegen Wolfsburg (1:3) beendet der 47-Jährige damit vorerst die Spekulationen um seine Zukunft.mehr...

Beim ersten Gegentor ließ der Australier einen knallharten Schuss von Naldo nach vorne klatschen anstatt zur Seite. Es war ein Geschenk für Wolfsburgs Luiz Gustavo, der den Abpraller sicher zum Ausgleich verwandelte. Ein blöder Fehler. Vor allem aber auch ein entscheidender, denn mit ihm hatte er den bis dahin kopflosen VfL zurück ins Spiel gebracht. Und sein Team verunsichert.

Ein Missgeschick

„Der Ball ist geflattert und dann kurz vor mir aufgesprungen“, entschuldigte sich Langerak später. Dadurch sei er an sein Handgelenk gekommen und nicht wie gewünscht abgeprallt. Ein Missgeschick, das passiert. Aber nicht passieren sollte. Nicht in einem Finale, in dem man den Anspruch untermauern möchte, die neue Nummer eins seines Teams zu werden.

Weil Langerak auch beim zweiten Gegentor nicht gut aussah und beim dritten auf der Linie klebte, bekamen die Diskussionen um Dortmunds Torhüter am Samstag mehr neue Nahrung als der langjährigen Nummer zwei recht gewesen sein konnte. Zuletzt hatte es den Anschein gehabt, er habe das Duell mit Konkurrent Weidenfeller dauerhaft für sich entschieden.

Höchste Ansprüche

Doch der Nimbus der Unbesiegbarkeit, der den Australier lange umgab, ist jetzt auch im DFB-Pokal Geschichte. Langerak ist auf Normalmaß geschrumpft. Und plötzlich stellt sich wieder die Frage, ob er – wie von Sportdirektor Michael Zorc stets betont – wirklich höchsten Ansprüchen genügt.

DORTMUND Die Ära Jürgen Klopp bei Borussia Dortmund ist beendet - ab Ende Juni hat Thomas Tuchel das Sagen auf dem Trainingsplatz. Diesen Mittwoch um 12.00 Uhr wird der neue BVB-Coach auf der Pressekonferenz im Signal Iduna Park offiziell präsentiert. Auch die weiteren Termine der Vorbereitung stehen fest.mehr...

„Es lag nicht an der Torhüterleistung“, nahm ihn Jürgen Klopp noch am Samstagabend in Schutz. Doch der 47-Jährige trifft in Dortmund keine Entscheidungen mehr. Die liegen jetzt in der Hand von Thomas Tuchel. Und über das, was der frühere Mainzer bei seinem neuen Klub plant, lässt sich nur spekulieren.

Was will Tuchel?

Setzt Tuchel auf die positive Ausstrahlung Langeraks? Schätzt er die Erfahrung und Ruhe Weidenfellers? Oder zieht er gar einen dritten Kandidaten aus dem Hut?

„Wir fangen alle bei Null an“, umschrieb Langerak die ungewisse Situation. Niemand wisse, was passiert. „Ich kann nur mein Bestes geben und dann weitersehen.“ Er scheint gewillt, sich dem Konkurrenzkampf zu stellen. Aber gilt das auch für Weidenfeller, den man sich nur schwer als Ersatztorwart vorstellen kann?

Mit Kehl in die Kurve

Nach der Niederlage gegen Wolfsburg schritt er Arm in Arm mit seinem Kumpel Sebastian Kehl die BVB-Fankurve ab. Man konnte das als Zeichen des Abschieds werten. Vielleicht war es aber auch schlicht die Wehmut nach unkomplizierteren Zeiten, die Weidenfeller antrieb.

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