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Die Zauberbude in Berlin-Neukölln verschwindet vorerst

Berlin. Ein Laden mit langer Tradition muss einem Verwaltungsgebäude weichen. Doch es gibt einen neuen Standort in der Nähe des alten.

Die Zauberbude in Berlin-Neukölln verschwindet vorerst

Ein Paradies mit Tradition für Zauberer: Der „Zauberkönig“ in Berlin-Neukölln. Foto: Wolfgang Kumm

Man weiß nie, was Berliner Tage und Nächte so bringen. Wer Trickkarten, zuschnappende Kaugummis oder einen Hundehaufen aus Plastik brauchte, wurde bisher in Neukölln fündig.

Zwei Frauen führen dort den „Zauberkönig“: Seit 1884 verkauft der Laden Zauberzubehör, seit 1952 hat er seinen Sitz an der Hermannstraße. Jetzt wird die marode Bude abgerissen. „Für Ende Juni haben wir eine Kündigung, aber es kann sein, dass wir noch ein paar Monate länger bleiben können“, sagt die Co-Inhaberin Karen German.

Der Evangelische Friedhofsverband baut gegenüber ein neues Gebäude für seine Verwaltung und hat dem „Zauberkönig“ dort einen Alternativstandort angeboten. Der Neubau wird aber voraussichtlich erst im Herbst 2019 fertig, deswegen schließt das Geschäft vorerst. German hat das Geschäft vor sechs Jahren von ihrer Tante übernommen. Zu ihren Lieblingsstücken gehört eine Vase. Wenn man sie umstößt, richtet sie sich von selbst auf.

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