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Die neue Familien-Disko im großen RN-Check

Party-Format im Prisma

Dortmunds vielleicht ungewöhnlichste Party stieg am Sonntag in der Großraumdiskothek Prisma: Zum ersten Mal öffneten die Hallen für die ganze Familie. Von 13 bis 19 Uhr wurde getanzt. Wir haben eine Familie beim Partyspaß begleitet.

EVING

, 20.03.2017

Janina (10) und Leon (7) Sklarzyk haben sich schon seit Tagen auf die Familiendisko im Evinger Prisma gefreut. Endlich einmal feiern, da, wo vor zehn Jahren schon ihre Eltern gefeiert haben. Janina will tanzen, Leon findet das eher peinlich. Er will am Sonntag einfach Spaß haben. 

Ein Klassiker: der Bi-Ba-Butzemann-Song

„Es sieht hier noch immer so aus wie früher“, sagt Jennifer Sklarzyk und schaut ihren Mann an. Aber etwas ist anders als damals. Denn heute ist Familiendisko. Auf den Tischen tanzen Kinder zu Mark Forster oder dem Bi-Ba-Butzemann-Song. In zwei Räumen ist Party angesagt. Die große Halle ist für 6- bis 16-Jährige gedacht, dort laufen Charts, Hip-Hop-Songs, Klassiker. In der kleinen Halle für die Kids unter 6 Jahren geht es leiser zu, dort sind Kinderlieder ganz weit vorne.

Als „Schnuffel“ läuft, strahlen die Augen von Jennifer Sklarzyk, die sich nur mal kurz umschauen wollte. Sie blickt zu ihrer Tochter, fragt: „Weißt du, was das ist?“ Es ist der Schnuffel-Song. „Als Janina anderthalb Jahre alt war“, erinnert sich Jennifer Sklarzyk, „da haben wir auf der Kirmes einen großen Schnuffel-Hasen gewonnen. Den hat Janina immer mit sich rumgetragen und den Schnuffel-Song, den haben wir ein Jahr lang täglich 50 Mal gehört.“

"Die beste Zeit ist immer die ohne Eltern"

Die 6-Jährigen in der Familiendisko sind überwiegend froh, „bei den Großen“ tanzen zu können. Sie wollen lieber Hip-Hop und Mark Forster hören als Kinderlieder, zu denen die Kleinen auf den Tischen tanzen, während ihre Eltern eifrig Fotos machen. Ist es nicht ein wenig laut da bei der „Jam Stylez Crew“ der Tanzschule Thiele aus Schwerte, die gerade eine Hip-Hop-Performance auf der Bühne hinlegt? „Nein, Hip-Hop muss laut sein“, sagt Leon. Sein Vater lacht.

Was Benjamin Sklarzyk nicht zum Lachen findet: „Die Kinder haben im Raum für die Älteren viel zu wenig Platz. Die Eltern sollten sich mehr im Hintergrund halten und den Kleinen mehr Raum geben.“ Seine Kinder nicken. Und Janina, die würde die Erwachsenen gerne überhaupt nicht um sich haben: „Die beste Zeit ist immer die ohne Eltern.“

Leon will jetzt gerne noch die Fluch-der-Karibik-Lasershow sehen. Aber erst einmal will seine Schwester noch ein Foto mit Elsa, der Eisprinzessin machen. Lisa Ossenberg im Glitzerkleid wirkt magnetisch auf die Mädchen, von denen einige sogar Krönchen tragen. „Und vielleicht bringe ich ja beim nächsten Mal auch noch Prinzessin Anna und Schneemann Olaf mit“, sagt Lisa Ossenberg. „Die Kinder fragen mich ständig nach den beiden.“

Mehr Konfetti, mehr Farbe - beim nächsten Mal

Ein nächstes Mal, das soll es laut Veranstalter in jedem Fall geben. Und dann ist auch mehr Konfetti, mehr Farbe eingeplant. Daran hat es bei der Premiere im Prisma ein bisschen gefehlt. Zudem gab es keine Chill-Out-Zone – denn der Platz, der dafür vorgesehen war, wurde für Kissenschlachten genutzt. Kinder haben halt ihre eigene Nase.

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