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Diese Schiene ist eine Sturzfalle für Radfahrer

Marsbruchstraße

Ist der Übergang der Schienen der U 47 auf die Fahrbahn an der Marsbruchstraße ein Unfallschwerpunkt? Zahlreiche Radfahrer sagen eindeutig ja - und berichten von gefährlichen Situationen, Stürzen und sogar Knochenbrüchen.

APLERBECK

, 14.10.2017
Diese Schiene ist eine Sturzfalle für Radfahrer

An der Marsbruchstraße, in Höhe des Restaurants Kroatia, kreuzen die Schienen der Stadtbahn die Fahrbahn. Hier kommt es immer wieder zu schweren Stürzen von Radfahrern. Auf dem Foto ist gut zu sehen, wie die Fahrbahn genau in die Schiene geführt wird.

Aufgepoppt ist das Thema durch eine Bürgereingabe in der Bezirksvertretung Aplerbeck. Mit dieser und in der Bürgersprechstunde hatte sich Kerstin Hennies an die Politik gewandt, um zu warnen. Ihre Tochter ist mit dem Rad in Höhe des Restaurants Kroatia in die Schienen geraten und böse gestürzt. Von einem Unfallschwerpunkt war die Rede und von Gefahr in Verzug. Die Mitglieder der Bezirksvertretung reagierten auch prompt. Gaben an die Verwaltung den Auftrag weiter, sich um eine Beschilderung der Gefahrenstelle zu kümmern.

Nur, wie sieht es aus an der Marsbruchstraße? Gibt es sie überhaupt die gefährlichen Situationen? Ja, es gibt sie, dass machen die Vielzahl an Mails deutlich, die unserer zu diesem Thema erreichten. Hier einige Auszüge aus den Schreiben (die Namen sind unserer Redaktion bekannt).

Brüche und Prellungen

„Auch ich bin auf der Marsbruchstraße an genau derselben Stelle mit dem Fahrrad gestürzt. Leider ist es bei mir nicht so glimpflich abgelaufen, – Bruch des rechten Handgelenkes. Diese Schienen sind in der Tat richtig tückisch“, so eine Leserin per Mail.

Ein anderer Leser stürzte ebenfalls an der Stelle schwer – mit üblen Folgen.

„Ich habe mir vor 3 Jahren an der gleichen Stelle beide Ellenbogen sowie mein linkes Handgelenk gebrochen. 8 Monate konnte ich nicht mehr arbeiten.“

Auch diese Leserin erwischte es genau an dem Übergang von Straße und Schiene.

„Am 3.10.16 bin ich mit dem Fahrrad die Marsbruchstraße entlanggefahren, da es in Strömen goss und ich deswegen nicht über das Schürener Feld wollte. Ich fuhr genau wie die 17-Jährige in Richtung Aplerbeck und stürzte schwer ca. in Höhe Hausnummer 36, wo die Schienen und die Spur kreuzen. Dort rutschte ich von dem schmierseifeglatten weißen Streifen in die Schienen. Da es mich ziemlich erwischt hatte, musste ich auch ins Krankenhaus zur Überwachung.“ 

Eine weitere Fahrradfahrerin hatte Glück im Unglück. Trotz eines bösen Sturzes blieb es bei einigen Abschürfungen und Prellungen.

„Auch bei mir gab es vor vier Jahren einen Sturz, der sich ziemlich ähnlich ereignete wie der von Karla Hennies. Beim Überqueren der Marsbruchstraße, um in die Märtmannstraße zu kommen, geriet mein Vorderrad in die Bahnschienen und ich flog über den Lenker. Dabei hatte ich Glück, dass ich nicht mit dem Unterkiefer auf den Bordstein, sondern unmittelbar daneben aufschlug. So hatte ich „nur“ Schürfwunden und einen kaputten Schuh, aber wenigstens noch meine Zähne.“ 

Und diese Radfahrerin, die ebenfalls an der Stelle stürzte, wünscht sich eine schnelle Lösung.

„Auch ich wurde dieses Jahr im Juli dort zu Fall gebracht. Gebrochen habe ich mir Gott sei Dank nichts, aber eine hässliche Narbe und ein taubes Knie. Der Aufprall am Asphalt war gewaltig. Ja, mir liegt es auch am Herzen, dass es dort eine bessere Lösung gibt und dort in Zukunft niemand mehr zu Schaden kommen muss.“

Verwaltung gefragt

Konfrontiert mit den zahlreichen „Sturzmeldungen“ aus der Bürgerschaft will Bezirksbürgermeister Jürgen Schädel die Suche nach einer Lösung an der Marsbruchstraße noch einmal forcieren. „Wir brauchen jetzt von der Verwaltung und der DSW21 Lösungsmöglichkeiten, wie Radfahrer in diesem Bereich die Schienen gefahrlos kreuzen können“, sagt Schädel. Möglichst schnell sollen auch Warnschilder aufgestellt werden. „Das ist eine ganz ungute Situation“, sagt der Bezirksbürgermeister. Ob sich baulich etwas verändern ließe, sei aber am Ende fraglich.