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Dieter Wedel berichtet von übergriffigen Kollegen

Frankfurt am Main. Der Schauspieler und Regisseur sagt, dass er als junger Mann oft für schwul gehalten worden sei. Er habe sich damals manchmal „schon mächtig unter Druck gesetzt“ gefühlt, aber „nicht nachgegeben“.

Dieter Wedel berichtet von übergriffigen Kollegen

Der Festspiel-Intendant und Regisseur Dieter Wedel erzählt von sexuellen Übergriffen. Foto: Swen Pförtner

Der Schauspieler und Regisseur Dieter Wedel („Der große Bellheim“) hat von eigenen Erfahrungen mit sexueller Belästigung berichtet.

„Auch Männer sind Übergriffen ausgesetzt“, sagte der 75-Jährige dem Radiosender FFH. Das habe er in seinen jungen Jahren als Theater-Schauspieler selbst erfahren.

„Ich wurde immer für schwul gehalten“, sagte der heutige Intendant der Bad Hersfelder Festspiele. Einige Regisseure und Schauspieler hätten ihn „schon mächtig unter Druck gesetzt“, schilderte Wedel. „Aber ich habe nicht nachgegeben und bin auch nicht gebrochen worden“. Das habe aufgehört, als er etwa 30 Jahre alt war. „Da war ich schon bekannter Regisseur, da hat man auch über meine Freundin berichtet“.

In den vergangenen Wochen waren weltweit Berichte von sexuellen Übergriffen in der Schauspiel-Branche bekannt geworden. Unter anderem soll der US-Schauspieler Kevin Spacey in den 80er Jahren einen damals 14-Jährigen belästigt haben. Derartige Übergfriffe seien „schrecklich“, sagte Wedel. Schrecklich sei aber auch, dass der Streaming-Dienst Netflix in Folge der Vorwürfe die Serie „House of Cards“, in der Spacey die Hauptrolle spielte, gestrichen habe und seine Rolle aus dem Film „Getty“ herausgeschnitten wurde. „Das ist eine Hexenjagd“, meinte Wedel.

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