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Diskussionsabend soll Verbesserung der Wohnsituation in Westerfilde einleiten

WESTERFILDE "So geht es nicht mehr weiter", sind sich viele Westerfilder einig. Sie sind wütend über ihre Wohnsituation und fordern Verbesserungen.

von Von Katrin Kandula

, 29.08.2008

Der SPD-Ortsverein hatte am Donnerstag zu der Veranstaltung "Leben und Wohnen in Westerfilde" eingeladen. Nachdem das Amt für Wohnungswesen mit seiner Quartiersanalyse begonnen hatte, wollten nun auch die Politiker mit Experten und Mietern über die Zustände in drei Quartieren diskutieren: Speckestraße/Gerlachweg, Kiepeweg und Gesenhofstraße/Grollmannsweg.

Verschieberei

Die Mieter sind missgestimmt. Sie ärgern sich über die "Verschieberei" der Wohnungen von Eigentümer zu Eigentümer. Sie beklagen viele Leerstände, Schimmel, Einbrüche und sogar Bedrohungen in den Siedlungen. Einige verlangen den Abriss oder Rückbau von Hochhäusern mit hoher Leerstandsquote.

"Dazu haben Stadt und Politiker nicht die rechtlichen Mittel. Das ist Sache des Eigentümers", erklärte Hans-Peter Neuhaus, Leiter des Amtes für Wohnungswesen.

Die Vermieter, so zeigte es sich während der Diskussion, stehen der Besserung momentan im Weg. "Wir haben sieben der großen Eigentümer angeschrieben, nur eine Verwaltungsstelle hat sich zurückgemeldet", erklärte Hans-Peter Neuhaus. Die Unternehmen hätten ihren Sitz zum Beispiel in Stockholm oder Kopenhagen und antworteten nicht.

Umdenken nötig

Dieter Leue gehört mit seinem Familienunternehmen zu den Eigentümern vor Ort und ist einer der wenigen, die sich um eine Verbesserung bemühen. Er fordert: "Ein Umdenken auf beiden Seiten ist nötig. Ein Dialog muss sein."

Erste Lösungsansätze kamen zur Sprache. "Das soziale Miteinander stärken", ist laut Horst Wenzel, dem SPD-Ortsvereins-Vorsitzenden, die erste grundlegende Maßnahme zur Verbesserung. "Ein Quartiershausmeister als ständiger Ansprechpartner und Nachbarschaftsbüros würden helfen", meinte die SPD-Stadtbezirksvorsitzende Katrin Locker. Robert Punge vom Mieter- und Pächterverein Dortmund forderte, eine Liste mit den konkreten Mängeln aufzustellen.

Fortsetzung geplant

Die Experten empfehlen den Bewohnern, sich an die Mietervereine und das Amt für Wohnungswesen zu wenden. Die SPD-Politiker wollen nun mit der Stadt, der Polizei und dem Ordnungsamt in Verbindung treten. In spätestens zwei Monaten, verabredeten die Teilnehmer, soll es eine weitere Veranstaltung geben.

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