Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Doch sonntags shoppen

MITTE/HARPEN Die Bochumer City und der Ruhr-Park müssen im Weihnachtsgeschäft nun doch nicht zurückstecken.

von von Joachim Stöwer

, 19.10.2007

Der Rat der Stadt revidierte seine Ablehnung über die verkaufs-offenen Sonntage in der Adventszeit. In der City dürfen die Geschäft am 2. Dezember und im Ruhr-Park am 9. Dezember nachmittags öffnen.

Auf der vorletzten Ratssitzung hatte es einen Betriebsunfall gegeben (wir berichteten): Bei den Ortsteilen stimmten jeweils knappe Mehrheiten für offene Sonntage, bei den Kern-Einkaufszonen dagegen. Das wollte der Handel in der City und in Harpen nicht einfach hinnehmen und stellte einen Bürgerantrag für den offenen Sonntag, der nun auch quer durch die Fraktionen Zustimmung fand.

An Einsicht gewonnen

 „Wir haben an Einsicht gewonnen“, bekräftigte SPD-Fraktionschef Dieter Fleskes die Korrektur. Immerhin, so CDU-Sprecher Roland Mitschke, „kann es ja wohl nicht angehen, dass Essen und Dortmund in Bochum ihre verkaufs-offenen Sonntage plakatieren und unsere City in die Röhre guckt.“ „Das wäre eine Katastrophe und würde unsere Bemühungen, die Innenstadt zu stärken, kontakarieren“, sekundierte Fraktionskollege Christian Haardt.

Soll nicht sein – aber muss es überhaupt verkaufs-offene Sonntage in der friedlichen Adventszeit geben? „Wir sollten mit den Nachbarstädte sprechen und solche Öffnungszeiten in Absprache regeln“, meint Jens Lücking (FDP).

Die Grünen stimmten auch – aber mit Bauschmerzen – dafür, weil sie an die Belastung der Verkäufer/innen (mit Familie) denken. Aber wollen die nicht auch gern mal Sonntagsgeld kassieren? „Fragen Sie die doch mal“, empfiehlt Gabriele Ankenbrand (CDU).