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150 Kilometer Wirtschaftswege werden überprüft

Konzept wird bis November erarbeitet

Fast fertig mit der Erfassung der Schermbecker Wirtschaftswege ist das Unternehmen Ge-Komm. Wie es weitergeht, erklärte ein Vertreter am Dienstagabend.

Schermbeck

, 11.04.2018
150 Kilometer Wirtschaftswege werden überprüft

Als Geschäftsführer der Firma Ge-Komm-GmbH stellte Eugen Bitjukov (l.) am Dienstag im Begegnungszentrum die bisherigen Arbeiten am Wirtschaftswegekonzept vor. © Foto: Helmut Scheffler

Neben den Gemeindestraßen gibt es in Schermbeck etwa 150 Kilometer Wirtschaftswege. Diese sind oft sehr alt, nicht nach heutigen Anforderungen dimensioniert und in schlechtem Zustand. Was wo saniert werden soll und was das kosten würde, soll bis November von der Firma Ge-Komm mit einem Wirtschaftswegekonzept beantwortet werden. Das Konzept wird über das NRW-Programm „Ländlicher Raum 2014-2020“ ermöglicht.

Dienstagabend stellte Eugen Bitjukov, Geschäftsführer der Ge-Komm, im Begegnungszentrum etwa 30 Besuchern die bisherigen Arbeiten und das weitere Vorgehen vor. Neben Ratsmitgliedern waren überwiegend Landwirte vertreten. Bürgermeister Mike Rexforth hatte seinen Urlaub in Holland unterbrochen: „Ich hatte mit einer größeren Reaktion gerechnet“, zeigte er sich enttäuscht über die Besucherzahl.

„Wir sind dabei, die letzten Wege zu erfassen“, berichtete Bitjukov. Mit Luftbildern, Karten und Fotos werden alle Wirtschaftswege erfasst und mit einem Vermessungswagen befahren, sodass der Ist-Zustand ermittelt werden kann. Zugleich wird auf Karten farbig markiert, welche Zusatzfunktionen (Radwege, Wanderwege, Reitwege oder ÖPNV-Strecke) Wirtschaftswege übernehmen. Erfasst werden auch Verkehrsmenge und die Nutzungshäufigkeit.

Anschließend will das Unternehmen mit einer Arbeitsgruppe vorschlagen, wie Wege künftig genutzt werden sollen, die neun Kategorien zugeordnet werden. Zur Arbeitsgruppe gehören Ortslandwirte, Tourismusvertreter, Vertreter der Ratsfraktionen, Verwaltung, Feuerwehr und der Bezirksregierung. Die Gruppe legt fest, ob ein Weg im jetzigen Zustand erhalten bleiben soll, saniert, umgebaut oder rückgebaut werden soll oder sogar ein neuer Weg gebaut werden soll. Ähnlich wird jede Brücke beurteilt.

Öffentliche Beteiligung

Spätestens zu den Sommerferien wird der Konzeptentwurf vorgelegt. Auf der noch einzurichtenden Seite www.wirtschaftswegenetz.de haben die Bürger in den Ferien Gelegenheit, Vorschläge zu beurteilen und Kommentare abzugeben. Rexforth hofft auf eine hohe Beteiligung. Nach den Sommerferien können Bürger auch Bedenken und Anregungen vortragen. Das alles fließt ein in eine Abschlusspräsentation, die bis spätestens Mitte November vorliegen muss, damit die Fördergelder für das Konzept nicht verfallen. Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass die bislang aufgebrachten 150.000 bis 250.000 Euro für die jährliche Sanierung der Wirtschaftswege nicht ausreichen werden. Ob die Fehlbeträge aus dem allgemeinen Haushalt genommen werden oder aber teilweise als Anliegerkosten umgelegt werden, werden letztlich die Politiker entscheiden.