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Am Brandschutz wird nicht gespart

St.-Elisabeth-Krankenhaus

Zwei Wochen ist es her, dass im Bergmannsheil in Bochum ein Großfeuer ausbrach, bei dem zwei Menschen starben und zahlreiche Menschen verletzt wurden. Kann so ein Brand auch im St.-Elisabeth-Krankenhaus in Dorsten passieren und sich derart ausbreiten? Wir fragten nach.

Dorsten

, 14.10.2016
Am Brandschutz wird nicht gespart

Der Brandschutz im Krankenhaus wird immer wieder auf den neuesten Stand gebracht. Diese Woche wurden die Brandschutzklappen gewechselt.

Diese Frage haben wir uns natürlich nach dem Brand selbst gestellt und überlegt, ob wir alles getan haben, um hier so etwas zu verhindern“, sagen Guido Bunten, Kaufmännischer Leiter des Elisabeth-Krankenhauses, und Geschäftsführer Norbert Fockenberg. „Wir wissen auf jeden Fall, dass wir alle gesetzlichen Vorschriften einhalten und alles Mögliche tun, um auf der sicheren Seite zu sein“, so ihr Fazit.

Ein Maßnahmen-Bündel

Ein ganzes Bündel von technischen und organisatorischen Maßnahmen gehöre dazu, erklärt der technische Leiter und Brandschutzbeauftragte Harald Hauke und nennt Beispiele: „Die Brandmeldeanlage des Hauses ist mit allen Meldern, die fast flächendeckend im Haus angebracht sind, und Druckknöpfen gekoppelt. Wenn einer ausgelöst wird, wird direkt die Feuerwehr alarmiert.“ Rund 300 Feuerlöscher seien überall im Haus verteilt. Es gebe Rauchabzüge im Treppenhaus, die Rauch aus dem Inneren des Gebäudes nach außen ableiten können. Außerdem werde im Brandfall automatisch die Lüftungsanlage in den Zimmern ausgestellt, damit keine frische Luft mehr hineinkomme und das Feuer weiter entfachen könne.

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Auch eine Sicherheitsstromversorgung gebe es, damit niemand beim Stromausfall im Dunkeln den Ausgang nicht finde. Brandabschnitte seien durch Brandschutztüren begrenzt: „Diese fallen automatisch zu, wenn ein Alarm ausgelöst wird“, erklärt Harald Hauke. Kontinuierlich werde der Brandschutz überprüft. „So haben wir in den letzten zwei Jahren alle Patientenzimmer elektrotechnisch auf den neuesten Stand gebracht, Kabel und Fernseher ausgetauscht.“ Jedes Patientenzimmer hat jetzt einen eigenen Rauchmelder.

Keine Sprinkleranlage

Eine Sprinkleranlage gibt es aber auch im 1989 eingeweihten St.-Elisabeth-Krankenhaus, ebenso wie im Bergmannsheil in Bochum, nicht. Und das sei auch gut so, finden die Dorstener Verantwortlichen. Einmal, weil nicht jeder Brand mit Wasser erledigt sei. Der andere noch wichtigere Grund: „Wenn solche Sprinkleranlagen in Patientenzimmern losgehen, kann das schlimme Folgen haben und mehr schaden als nutzen“, sagt Norbert Fockenberg.

„Das Wasser kann nämlich die medizinischen Geräte schädigen, an dem intensivmedizinische Patienten hängen.“ Nach derzeitigem Entwicklungsstand gebe es keine Sprinkleranlage, die für Krankenhäuser sinnvoll seien. „Bei Neubauten gibt es auch keine Vorschrift, Sprinkler einzubauen“, ergänzt Guido Bunten.

Organisatorischer Brandschutz

Zum technischen kommt noch der organisatorische Brandschutz. „Wir haben allein im letzten Jahr 40 Brandschutz-Schulungen für die Mitarbeiter organisiert“, nennt Guido Bunten eine Maßnahme. Auch E-Learning-Programme gibt es seit diesem Jahr, mit denen sich die Mitarbeiter kontinuierlich schulen. „Am Brandschutz wird nicht gespart“, versichert Norbert Fockenberg.

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