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Angeblicher Schmiergeld-Skandal beschäftigt bald Bundesgerichtshof

Revision eingelegt

Der angebliche Schmiergeld-Skandal in der Kraftwerksbranche beschäftigt demnächst auch den Bundesgerichtshof. Ein ehemaliger EON-Mitarbeiter aus Wulfen hat Revision gegen seine Verurteilung durch das Bochumer Landgericht eingelegt. Das hat ein Sprecher des Gerichts am Dienstag bestätigt.

DORSTEN / BOCHUM

18.10.2016

Wie berichtet, war der 47-Jährige im September zu 10.800 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Die Bochumer Richter hatten keinen Zweifel, dass der Wulfener von einem Leiharbeiter-Vermittler bestochen worden ist - mit mindestens 13.000 Euro. Er selbst hatte die Vorwürfe bis zuletzt bestritten. Eine der Geldübergaben soll sogar im Privathaus des Ex-EON-Mitarbeiters erfolgt sein.

Urteil nicht akzeptiert

Auch die beiden Mitangeklagten des 47-Jährigen wollen ihre Urteile nicht akzeptieren. Am härtesten hatte es den Mann getroffen, der dem Wulfener angeblich immer wieder Bargeld zugesteckt hat. Er war vom Bochumer Landgericht zu zweieinhalb Jahren Haft verhängt worden. Die Richter hatten zwar anerkannt, dass der 37-jährige eine Lebensbeichte abgelegt hat, für eine Bewährungsstrafe sahen sie allerdings keinen Spielraum mehr. Gegen einen weiteren Mitangeklagten war eine Bewährungshaftstrafe verhängt worden.

Der Bundesgerichtshof wird die Verurteilungen nun auf Rechtsfehler überprüfen. Eine Entscheidung fällt frühestens in einigen Monaten. 

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