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Anlieger wehren sich gegen Straßenausbau

"Woanders ist es schlimmer"

Auf dem Hardtberg in Östrich regt sich Unmut. Grund sind die Straßenbau-Pläne der Stadt für die Hardtstraße zwischen Bestener Straße und Merkoole. Dort sollen nicht nur die Abwasserkanäle saniert werden.

Dorsten

, 21.10.2016
Anlieger wehren sich gegen Straßenausbau

Die Hardtstraße soll im Zuge des Neubaus des Abwasserkanals Bordsteine mit Gehwegen bekommen.

"Mit dem neuen Kanal sind wir einverstanden, aber nicht mit der Errichtung von Bordsteinen und Gehwegen, sodass die Leute hier nicht mehr parken können", sagt Renate Schult: "Für diese Baumaßnahme wird so viel Geld ausgegeben, aber es gibt in Dorsten schlimmere Straßen, wo dies nötiger wäre."

Renate Schulte, Bewohnerin der Hardtstraße, hat eine Unterschriftenaktion gestartet und die Liste an die Stadt geschickt. "25 Nachbarn haben sich beteiligt", erklärt sie. "Wenn keine Ferien wären, hätte ich noch mehr erreicht." Auch Bewohner der Stichstraßen Merkoole und Johowweg haben unterschrieben. Denn bei ihnen wird ebenfalls die Straße saniert, wenn der Mischwasser-Kanal fertig ist.

Anwohner müssen sich finanziell beteiligen

800.000 Euro hatte die Politik der Verwaltung im Sommer für die Kanal- und Straßenbauarbeiten bewilligt. Doch auch die Bewohner werden teils kräftig zur Kasse gebeten, sicherlich auch ein Grund für die Kritik an den Plänen der Stadt. "Diese Erschließungsbeiträge werden nach Gebührensatzung abgerechnet und auf die Anlieger gemäß der Grundstücksgröße umgelegt", so Stadtpressesprecherin Lisa Bauckhorn auf Nachfrage.

In ihrem Brief an die Stadt moniert Renate Schult, dass die Anwohner im Vorfeld nicht umfassend informiert worden seien. "Mit der Offenlage der Pläne ab 24.10. und der Möglichkeit, im Rathaus nachzufragen, haben wir dem Genüge getan", so Lisa Bauckhorn. Sie bezeichnet die Baumaßnahme als "unumgänglich, da die Hardtstraße noch nicht endausgebaut worden war, was laut Satzung verpflichtend ist". Zudem dienten die Umbaupläne der Verkehrssicherheit der Bewohner. "Schließlich fahren dort Busse und viele Autos."

Beginn für Mitte 2017 geplant

Laut der Stadt sollen die Bauarbeiten Mitte 2017 beginnen, sie werden mehrere Monate in Anspruch nehmen. "Den Zeitplan können wir erst nach der Ausschreibung festlegen, wenn wir die ausführende Firma kennen", so Bauckhorn. Sie betont: "Durch die Verquickung des Kanalbaus mit den Straßenbauarbeiten wird der Endausbau für die Anlieger kostengünstiger."

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