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Arbeiten unter karibischer Sonne

SCHERMBECK Vier Wochen verbrachten sieben Jugendliche aus der St. Ludgerus-Gemeinde unter karibischer Sonne. Kein Pauschalurlaub in der Dominikanischen Republik, sondern schweißtreibender Arbeitseinsatz in der Partnerschaftsgemeinde San Cristóbal.

von Von Rüdiger Eggert

, 13.08.2008
Arbeiten unter karibischer Sonne

Mit Hilfe eines Flaschenzuges wuchteten die jungen Leute Steine und Sand in die erste Etage.

Lucas Amoriello (19), Benedikt Baumeister (20), Tobias Baumeister (18), Christoph Köllmann (19), Janna Schick (19), Verena Vortmann (19) und Stephanie Wieschus (19) bestiegen Anfang Juli das Flugzeug in die Karibik, um tatkräftig in der Partnergemeinde anzupacken.

Pfarrzentrum wird vergrößert

Sie hatten sich im Vorfeld mit der spanischen Sprache vertraut gemacht und viele Informationen über ihre Partnergemeinde gesammelt. "Der erste Eindruck war erschreckend, wir mussten uns an die Umstände gewöhnen", so Stephanie Wieschus. Fließendes Wasser und hygienische Zustände wie in Deutschland sind in der Dominikanischen Republik keine Selbstverständlichkeit.

Schon am zweiten Tag mussten die Schermbecker "ran": 7 Uhr aufstehen, um 8 Uhr wurde an der Baustelle in die Hände gespuckt. Das Pfarrzentrum wird zurzeit aufgestockt.

Die Schermbecker gingen den vier Bauarbeitern zur Hand. Mit Hilfe eines Flaschenzuges wuchteten die jungen Leute Steine und Sand in die erste Etage.

Schweiß treibende Arbeit

"Kaum war der Steinhaufen hochgezogen, war schon die nächste Ladung Steine da" - Lucas Amoriello spürt noch heute seine Muskeln.

Der Aufenthalt der sieben Schermbecker wurde zu einem großen Teil von der Aktion "Konkreter Friedensdienst" des Landes NRW getragen. Ein Teil der Baumaßnahmen ist nur möglich durch die Unterstützung der Ludgerus-Gemeinde. Angefangen hat alles vor fast 20 Jahren mit einem Kuhstall, der sich nach und nach in ein Pfarrzentrum verwandelte.

Wasser aus Lastwagen

Trotz der Anstrengungen blieb den sieben jungen Leuten aus Schermbeck, die im Gästehaus untergebracht waren, genügend Zeit, sich mit den Gegebenheiten und der Kultur des Landes vertraut zu machen. Trinkwasser gab es z.B. vom Lastwagen, Wasser zum Waschen kam nur dann aus dem Wasserhahn, wenn die Vorratsbehälter gefüllt waren.

Das klappte, wenn es Strom gab. Immerhin, Supermärkte gibt es auch in San Cristóbal. Man bekommt alles zu Preisen wie in Deutschland. Aber: Die Maurer auf der Baustelle bekommen als Lohn umgerechnet 12 Euro, weil es eine kirchliche Einrichtung ist. Sonst gibt es 7 Euro - pro Tag, versteht sich.

Auch deshalb schauen die sieben Schermbecker mit gemischten Gefühlen auf ihre Zeit in der Dominikanischen Republik zurück. "Wir schätzen die warme Dusche, sind aber gerührt von der Gastfreundschaft", sagt Stephanie Wieschus. Motto: "Mein Haus ist  auch dein Haus."