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Ballonfahrerin Ingrid Bußkamp-Höll organisiert den Neustart

Montgolfiade

DORSTEN Von oben in die Gärten zu gucken, ist für die Dorstenerin Ingrid Bußkamp-Höll das Größte. Die Ballonfahrerin organisiert jetzt den Neustart der Borkener Montgolfiade.

von Von Michael Klein

, 03.08.2010

 Ingrid Bußkamp-Höll ist überhaupt nicht schwindelfrei. „Auf dem Gitter an der Schleuse bekomme ich weiche Knie.“ Im Heißluftballon hingegen hat die Dorstenerin keine Probleme: „Es ist einfach schön, von oben den Leuten in die Gärten zu gucken.“ Wer will, kann dank der 55-jährigen Teilzeit-Kriminalbeamtin selbst die Welt aus Luftschiffer-Perspektive betrachten. Ingrid Bußkamp-Höll organisiert, „hobbymäßig“, wie sie betont, den Neustart der Montgolfiade, die nach zweijähriger Pause zum zehnten Mal auf dem Startgelände des Forellenhofs „Gestüt Wolter“ in Borken-Gemen stattfinden wird – und zwar von Donnerstag, 12., bis Sonntag, 15. August.

25 bis 30 Ballone mit internationalen Teams sind am Start, aus Mexico, Thailand und den Benelux-Staaten. Dazu gibt es eine Drachenshow, ein buntes Jahrmarktreiben, zudem treten am Freitag verschiedene Tanzgruppen auf, mit den Line-Dance-Formationen „Countrybears“ und den „Lippetown Stampede Dancers“ sogar zwei Gruppen aus Dorsten. Höhepunkt dürfte der Auftritt der Fallschirmspringer von „Skydive Stadtlohn“ sein, die vom Flughafen Stadtlohn starten und über dem Forellenhof-Gelände abspringen. Chef der „Himmelstaucher“ ist der Dorstener Josef Stewing. „Ein totaler Zufall“, sagt Ingrid Bußkamp-Höll: Mit dem Namen Stewing schließt sich für die 55-Jährige ein Kreis.

Denn Ingrid Bußkamp-Höller war schon immer Luftsport-begeistert. Schon in ihrer Jugend war sie beim Dorstener Segelflugverein aktiv, von 1968 bis 1974, unter der Ägide des damaligen LSV-Vorsitzendern Albert Stewing, Vater des Fallschirm springenden Josef Stewing. „Ich habe damals sogar einen Flugschein gemacht“, erzählt die Dorstenerin, die aber nach ihrer Hochzeit das Hobby nicht weiter verfolgt hat.

Nach dem Tod des Ehemann vor zwei Jahren lebte die alte Leidenschaft wieder auf – diesmal aber in Form des Ballonfahrens: Ingrid Bußkamp-Höll lernte Achim Schneider kennen, Inhaber eines gewerblichen Ballon-Luftfahrt-Unternehmens und Ex-Veranstalter der Montgolfiade. „Ballon fahren, das kann ich auch“, erklärte die Dorstenerin einmal in weinseliger Stimmung. Und meldete sich zu einer Luftpiloten-Schulung an, die sie in ein paar Wochen mit einer Lizenz abschließen wird. „Nach 50 Starts und Landungen.“ Sie hofft, dass auch die Montgolfiade eine Punktlandung hinlegen wird. Deren Ex-Organisator Achim Schneider hat die 55-Jährige jedenfalls als Startleiter mit in den Korb geholt. 

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