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Beine für Minilabor "Philae" stammen aus Wulfen

Kometen-Mission beendet

Mission erfolgreich beendet: Minilabor "Philae" wurde am Mittwoch (12.11.) erfolgreich auf dem Kometen "Tschuri" abgesetzt. Der Wulfener Eckart Schütze (74) konnte das Experiment hautnah im DLR-Forschungszentrum in Köln mitverfolgen.

Wulfen

12.11.2014
Beine für Minilabor "Philae" stammen aus Wulfen

So hatten sich die Wissenschaftler im Vorfeld die Landung von Philae auf dem Kometen vorgestellt. Mittwochnachmittag ist sie geglückt. Und: Die Landebeine des Minilabors wurden in Wulfen gebaut.

Eckart Schütze und sein Bruder Rainer waren nach Köln eingeladen worden, um die Landung von Philae auf den Kometen mit dem unaussprechlichen Namen „67P/Tschujumow-Gerassimenko“, kurz „Tschuri“, im Forschungszentrum mitzuverfolgen.

Die Firma „Schütze Faserverbund und Strukturelemente“ hat die Beine für die Landeeinheit (Philae) hergestellt – das liegt allerdings mittlerweile rund zwölf Jahre zurück. Vor über zehn Jahren startete die Kometensonde „Rosetta“ mit dem Lander „Philae“ im Gepäck. „Hoffentlich landet er weich“, war noch die Sorge von Schütze einige Stunden vor dem geplanten Landetermin. In Wulfen war man sich sicher, dass die Beine der Belastung standhalten. Allerdings könnte das 100 Kilogramm schwere Minilabor „wegfedern“, sagte Eckart Schütze. Denn: Der Komet hat keine Schwerkraft, die den Lander „Philae“ auf der Oberfläche festhält. Ein spezielles Kaltgasdüsen-System, das den Lander auf den Kometen drückt, ist defekt. „Bei dieser Mission gibt es keinen Misserfolg“, sagte Schütze am Mittwoch vor seiner Abfahrt nach Köln. Da war noch nicht klar, dass das Minilabor „Philae“ gegen 16.30 Uhr erfolgreich auf „Tschuri“ aufsetzen würde.

Um 17.03 Uhr erreichte das Signal mit einer Verzögerung von 28 Minuten das DLR-Kontrollzentrum. Verwendet wurden seinerzeit für die drei Beine der Landeeinheit „Standardstäbe“, wie Schütze sie beschreibt. Standard heißt für das Unternehmen aber Spitzentechnik aus Carbonfaserkunststoff (CFK). „Ähnlich wie wir ihn für den Zeppelinbau einsetzen“, erklärte Schütze. Auch im Flugzeugbau finden Produkte der Wulfener Firma ihre Anwendung. So beliefert das Unternehmen auch die Firma Extra am Flugplatz „Schwarze Heide“ in Bottrop.

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