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Bergfest ohne Gipfelglück

Wenig Besucher beim Bergfest in Hervest

Die Organisatoren hatten sich wieder alle Mühe gegeben, ein abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen. Doch die Besucher, und damit auch die Feierstimmung, blieben aus.

Hervest

, 17.06.2018
Bergfest ohne Gipfelglück

Trocken übers Wasser „kugeln“: Aqua Zorbing machte es auf dem Bergfest möglich. © Ralf Pieper

„Fußball ändert alles!“ Oder gab es andere Gründe für die schlechten Besucherzahlen beim Bergfest auch am Samstag? Nachdem bereits beim Rockkonzert am Freitagabend der Zuspruch seitens des Publikums mäßig war, kamen auch am Samstag weit weniger Menschen zum Bergfest als von den Veranstaltern erhofft. Dabei hatten der Allgemeine Bürgerschützenverein Hervest-Dorsten und die Werbegemeinschaft ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das die Besucher anlocken sollte.

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Bergfest 2018 in Hervest

Impressionen vom Bergfest in Hervest.
17.06.2018
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Eindrücke vom Bergfest 2018 in Hervest.© Ralf Pieper
Eindrücke vom Bergfest 2018 in Hervest.© Ralf Pieper
Eindrücke vom Bergfest 2018 in Hervest.© Ralf Pieper
Eindrücke vom Bergfest 2018 in Hervest.© Ralf Pieper
Eindrücke vom Bergfest 2018 in Hervest.© Ralf Pieper
Eindrücke vom Bergfest 2018 in Hervest.© Ralf Pieper
Die Country-Liners wirbelten am Sonntag auf der Bühne.© Privat
Eindrücke vom Bergfest 2018 in Hervest.© Ralf Pieper
Eindrücke vom Bergfest 2018 in Hervest.© Ralf Pieper
Eindrücke vom Bergfest 2018 in Hervest.© Ralf Pieper
Eindrücke vom Bergfest 2018 in Hervest.© Ralf Pieper
Eindrücke vom Bergfest 2018 in Hervest.© Ralf Pieper
Eindrücke vom Bergfest 2018 in Hervest.© Ralf Pieper

An den Markt-Ständen auf der Glück-Auf-Straße wurde mehr geschaut als gekauft, auf dem Kinderkarussell nur vereinzelt kleine Mitfahrer. Einzig rund um den Getränkewagen herrschte Leben. Dort war die Stimmung dann auch gut. Freunde treffen, plaudern und dabei ein kühles Bier. Dennoch – Ursachensuche in den Gesprächen: „Die Leute sitzen lieber vorm Fernseher und schauen Fußball.“ „Das Wetter spielt nicht mit.“ „Es gibt einfach zu viele Feste und Feiern in Dorsten – die Dorstener sind übersättigt....“

Ausreißversuche, Positionskämpfe und spannende Sprints

Publikumsmagnet sollte die Neuauflage des Straßenradrennens Dorstener Radsportfestival sein, das der heimische Radsportclub Dorsten im Rahmen des Hervester Bergfestes ausrichtete. Die Zuschauer konnten auf dem einen Kilometer langen Rundkurs mit Start und Ziel auf der Straße „An der Landwehr“ Ausreißversuche, Positionskämpfe und spannende Sprints erleben. Insgesamt sieben Rennen fanden in unterschiedlichen Kategorien statt, darunter ein „Jedermannrennen“ für Fahrer mit und ohne Lizenz um die Dorstener Stadtmeisterschaften und die Kreismeisterschaften Recklinghausen sowie die Stadtmeisterschaften der Dorstener Schüler, bei der es um den Bürgermeisterpokal für die erfolgreichste Schule ging.

Aus den Fenstern der anliegenden Häuser und am Straßenrand feuerten Fans die Fahrer und Fahrerinnen an. Ein echtes Highlight, das eine größere Zuschauerkulisse verdient hätte. Probleme gab es hin und wieder mit Anwohnern, die nichts von der Straßensperrung für das Radrennen mitbekommen haben und bei den Ordnern für erhöhten Blutdruck sorgten, wenn sie mit ihren Autos den Rennkurs blockierten. Letztendlich ging aber alles gut und kein Auto bremste die Radfahrer aus. „Ein tolles Event“, sagte eine Besucherin. „Schade, dass es so wenig angenommen wird.“

Eröffnungsparty mit Melodic-Rock und Cover-Songs

Zwei unterschiedliche Bands spielten Freitag auf der Bühne. „Die Musik gefällt mir gar nicht – zu laut und zu wenig harmonisch“, urteilte Margitta Renner-Hellermann bei der Eröffnungsparty mit Live-Musik beim Hervester Bergfest. Zoe Schneider war da ganz anderer Meinung: „Eine sehr emotionale Musik und sehr abwechslungsreich – kein Stück klingt wie das andere.“ Alt und jung – dagegen und dafür – trafen am Freitagabend auf dem Glück-Auf-Platz aufeinander.

Grund für die Kontroverse war der Auftritt der Band Devotion. Die Musiker aus dem Kreis Recklinghausen spielten Melodic-Hardcore. „Ich möchte nicht beurteilen, ob die Musik gut oder schlecht ist, aber sie passt einfach nicht zum Anlass, zum Bergfest“, so Jörg Hermanns.

Haldenwangschule gewinnt Inhalt des Spenden-Schweinchens

Die zweite Band des Abends versöhnte das Publikum dann wieder. „The Woulf“ aus Recklinghausen coverten bekannte Charthits und Evergreens. Mit dabei „Hurt“ von Johnny Cash, „Zombie“ von den Cranberries, „Rolling in the Deep“ von Adele. Nun wurde seitens der Zuhörer mitgesungen und vereinzelte Gäste tanzten sogar. Aber insgesamt wollte keine Stimmung aufkommen.

„Wir sind froh, dass das Konzert, nach einigen Absagen von Bands, überhaupt stattfinden konnte“, sagt der Mitorganisator Peter Rentmeister.

Am Sonntag bespielten und betanzten unterschiedliche Gruppen die Bühne am Glück-Auf-Platz. Ein Höhepunkt war die Ziehung des „Glücklichen“, der den Inhalt des Spenden-Schweinchens erhalten sollte. Der Bürgerschützenverein hatte sich diese Spendenaktion ausgedacht: „Wir haben uns Quizfragen ausgedacht und sie öffentlich beantworten lassen. Für jede richtige Antwort gab´s ein Scheinchen ins Schweinchen“, zählte Raymund Ridderskamp vom Schützenvorstand beim Schweinschlachten 470 Euro. Schützenkönigin Heike Gollub spielte die Glücksfee und zog aus dem Kreis der vier Kandidaten als Gewinnerin die Haldenwangschule.

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