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Das Katzen-Elend in Dorsten nimmt zu

Unhaltbare Zustände

Die Not streunender Katzen in Lembeck und Wulfen sorgt bei Tierfreunden für Empörung. "Das sind unhaltbare Zustände! Die Stadt Dorsten darf sich nicht heraushalten und die Tiere ihrem Schicksal überlassen", schimpft Christin Franzgrote-Uhländer aus Haltern.

Dorsten

von Von Klaus-Dieter Krause

, 21.06.2012
Das Katzen-Elend in Dorsten nimmt zu

Krank, hilflos und notleidend: Christin Franzgrote-Uhländer ist bestürzt, weil diese kleine Mieze wohl das schlimme Schicksal vieler Artgenossen teilen muss.

Sie engagiert sich in der Nachbarstadt in einer privaten Katzenschutz-Initiative und versorgt selbst 100 Katzen. Immer häufiger wird sie auch aus Dorsten angesprochen und um Hilfe gebeten. „Das resultiert auch daraus, dass das Dorstener Tierheim sich selbst für nicht zuständig erklärt und Hilfesuchenden unsere Rufnummer nennt, weil wir die richtigen Ansprechpartner seien“, klagt die überzeugte Tierschützerin. Christin Franzgrote-Uhländer und ihre Mitstreiterinnen sind jedoch bereits mit dem Halterner Katzenelend mehr als ausgelastet: „Wir können einfach nicht noch mehr leisten.“ Dennoch hat sie sich jetzt in Lembeck vor Ort umgesehen. Und war erschüttert.

„In Wessendorf füttert eine mitleidige Frau insgesamt zehn halbwilde Katzen und deren Junge. Die Frau tut ihr Möglichstes, dennoch sind sämtliche Tiere krank. Dort und anderswo braucht es gezielte Hilfe von Fachkundigen. Außerdem müssen die Katzen kastriert werden, damit die Not sich nicht potenziert.“ Hier, so meint die empörte Frau, stünde das Dorstener Tierheim in der Pflicht: „Ich werde den Kreisveterinär einschalten.“ Das Problem ist sowohl der Stadt wie auch Heike Unkel, neue Vorsitzende des Dorstener Tierschutzvereins, bekannt: „Aber leider können wir es nicht lösen“, erklärt Heike Unkel, „das Tierheim platzt aus allen Nähten, wir müssen uns zunächst um den Ausbau und die Neuorganisation kümmern.“

Generell sei es so, dass halbwilde Katzen nicht als Fundkatzen gelten und daher keinen Anspruch auf einen Heimplatz haben. Dies bestätigt auch die Verwaltung. Unkel: „So grausam es vielleicht klingt: Diese Tiere müssen lernen zu jagen und sich selbst durchzuschlagen. Durch regelmäßiges Füttern verlernen sie das.“ Außerdem wolle der Tierschutzverein das Übel bei der Wurzel packen und mit dem Kooperationspartner „Graues Gold“ die „wilden“ Katzen einfangen und kastrieren: „Dazu werden wir im Tierheim einen kleinen OP-Saal einrichten. Das wird aber noch bis Ende des Jahres dauern.“

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