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Der bisher größte Abi-Jahrgang hat seine Zeugnisse

Am Gymnasium Petrinum

Sie haben es geschafft. Der bisher größte Abitur-Jahrgang des Gymnasiums Petrinum hat seine Zeugnisse erhalten. Der Höhepunkt der dazugehörigen Feierlichkeiten war dabei die erfrischende Rede von Schülersprecher Tobias Amoriello.

DORSTEN

von Von Berthold Fehmer

, 29.06.2012

Der bisher größte Jahrgang an „Abituri-Enten“ hat am Freitag die Zeugnisse erhalten. 167 dürfen nun aus der Schule ins Leben watscheln, 26 von ihnen sogar mit einem Einser-Schnitt. Das Motto „Abituri-Enten“ hatten die Schüler unter anderem in Form eines Planschbeckens samt Quietsche-Entchen vor dem Schulleiterzimmer von Wolfgang Gorniak umgesetzt. Der wünschte den „Abituri-Enten“, dass sie wie ihre tierischen Artgenossen schwimmend, tauchend, fliegend und laufend ihren Weg finden mögen. „Ob mit dem Strom oder gegen den Strom, wird sich noch zeigen.“ „Tut das, was euch glücklich macht!“, gab Schülersprecherin Rima Ostkirchen den „Enten“ mit auf den Weg. Ruth Petrousch wünschte ihnen, dass sie sich frei schwimmen sollten. Musikalisch untermalt wurde die Feier in der Sporthalle des Petrinums vom Schulchor „ChamP“. „Abi … Yeah … Voll krass.“ Wer nach dem Beginn der Rede des ehemaligen Schülersprechers Tobias Amoriello wirres Gestammel erwartet hatte, wurde angenehmst überrascht. Er sei „dazu verdammt, eine Rede im Namen der Stufe zu halten“. Warum ausgerechnet er, wisse er selbst nicht.

Er bewundere seinen Schulleiter Gorniak, der sich in jedem Jahr etwas Neues einfallen lasse. Entspannt, locker sowie mit bemerkenswerter Distanz und Übersicht sezierte Amoriello typische Festreden. Wichtig sei die Begrüßung aller Anwesenden, dass man sich bedanke, dass man auf den lateinischen Ursprung von Abitur verweise, dass man nostalgisch und dann ein bisschen melancholisch werde. Und dass Zitate von Kant oder Goethe sowie ein paar „Insider“ enthalten seien, damit alle etwas zu lachen hätten. „Und dann erklärt man hinterher den Jüngeren, wer Kant und Goethe sind. Und den Eltern, was ein Insider ist.“ „Abitur, das ist nichts Besonderes“, sagte Amoriello. Millionen von anderen Menschen hätten das auch. Dass man ein Abitur gleichsetzen könne mit dem Erwachsen-Werden, bezweifelte er: „Wenn ich überlege, was alles in der Motto-Woche abgelaufen ist, wenn das das Erwachsenen-Leben ist, dann freue ich mich darauf.“ Sein Rat an alle Mitschüler: „Bleibt Kinder, so lange es geht! Es bleibt immer noch Zeit für das Erwachsen-Werden. Und dann ist immer noch Zeit für Melancholie und Kitsch."

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