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Die Welt in der Dorf-Pfütze

SCHERMBECK Im Rahmen der „Marienthaler Abende“erfahren die Gäste wieder vieles über Frauen, Krankheiten, Rechtschreibung und andere Unwägbarkeiten des Lebens, in allen Lebenslagen: am Tresen, vorm Tresen und unterm Tresen.

von Von Helmut Scheffler

, 04.08.2008
Die Welt in der Dorf-Pfütze

Mehrfach gestalteten die Bullemänner wie hier im Jahre 2006 einen Marienthaler Abend.

Am Mittwoch (13.) und am Donnerstag (14.) sind die Bullemänner im Isseldorf. Karten kosten an der Abendkasse 24 Euro, im Vorverkauf 21 Euro. Kartenbestellungen sind unter Tel. (02856) 91 10 im Romantik-Hotel „Haus Elmer“ möglich. Die Bullemänner sorgten in den letzten Jahren wiederholt für schallendes Gelächter im Isseldorf. „Wörter dreschen“ nennen sie ihr neues Kabarett-Programm. Es zeigt den Westfalen, wenn er sprechen muss, und, wenn er sprechen müsste.

Augustin Upmann und Heinz Weißenberg dreschen aber nicht nur auf den Feld-, Wald- und Wiesen-Westfalen ein. Diesmal machen sie auch vor sich selbst nicht Halt. Die Kindheit mit „Plätzkenschnitt“, die erste Liebe in rosa Angora und die erste Jeans mit Bügelfalte: Das sind Schicksalsschläge, die einen in die Komik treiben. Da wird man zum Elch oder zum Bullemann. In „Wörter Dreschen“ geben die Bullemänner alles: mal bös, mal artig, mal beides. Rasant wechseln Tiefsinniges und Unsinniges, Gesungenes und Geschwiegenes, Philosophisches und Katholisches. Stets aber nach dem Reinheitsgebot der beiden Ethno-Kabarettisten: Vergelte Böses mit Gutes!

„Wörter dreschen“ spiegelt die Welt in der Dorf-Pfütze. Der Suchtdruper Friseur weiß, dass der Krieg der zivilisierten gegen die unzivilisierte Welt in Wirklichkeit der Krieg der frisierten gegen die unfrisierte Welt ist. Und Frieden ist nur noch da, wo der Sauerländer bedächtig seine Fichten knickt. „Wörter dreschen“ kümmert sich auch um den Sinn des Lebens und die wirklich wichtigen Dinge: Klingeltöne, Ferraris mit Anhängerkupplung und den Butterflug im Billigflieger. Eine abwechslungsreiche Mischung aus Sketchen, Geschichten, musikalischen Einlagen und biografischen Anekdoten erwartet die Besucher.

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