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Durch Dorsten fährt bald ein „Mobile Guard“ von Westnetz

Gaslecks aufspüren

Westnetz testet ein neues Verfahren zur Überprüfung der Dichtigkeit des Gasnetzes. Dieser „Mobile Guard“ soll das Aufspüren von Gasleckagen erleichtern. Dorsten ist im Juli dran.

Dorsten

25.06.2018
Durch Dorsten fährt bald ein „Mobile Guard“ von Westnetz

Paul Steffens, Netzingenieur bei Westnetz, fährt den „Mobile Guard“ durch Dorsten und überprüft das Gasnetz auf Dichtigkeit. © Westnetz

Bei dem Mobile Guard handelt es sich laut Auskunft von Westnetz um einen silberfarbenen VW Golf Kombi, der mit innovativer Messtechnik ausgestattet ist. Ein auf Höhe der Stoßstange eingebauter Filter saugt Luft aus der Umgebung an und leitet sie in den sogenannten Methan.

Innovative Messtechnik

Bei dem Mobile Guard handelt es sich um einen silberfarbenen VW Golf Kombi, der mit innovativer Messtechnik ausgestattet ist. Ein auf Höhe der Stoßstange eingebauter Filter saugt Luft aus der Umgebung an und leitet sie in den sogenannten Methan-Ethan Analyzer, kurz MEA, der sich im Kofferraum des Fahrzeuges befindet.

Durch Dorsten fährt bald ein „Mobile Guard“ von Westnetz

Vom 27. Juni bis zum 7. Juli ist Paul Steffens mit dem Mobile Guard in Dorsten unterwegs. © Westnetz

Dieses Gerät ist in der Lage, geringste Mengen an Methan oder Ethan in der Umgebungsluft zu bestimmen. Auf dem Dach des Fahrzeuges befindet sich eine weitere auffällige Apparatur, der sogenannte Anemometer, der die Windgeschwindigkeit und die Windrichtung während der Fahrt misst, um aufgespürte Gasleckagen möglichst exakt lokalisieren zu können.

Messverfahren in Deutschland noch nicht zugelassen

Der Mobil Guard wird bereits seit vielen Jahren erfolgreich in den USA eingesetzt. In Deutschland ist das Messverfahren noch nicht zugelassen. Westnetz testet die Funktionsweise dieses neuen Verfahrens und kontrolliert die Zuverlässigkeit der ermittelten Daten im Alltag. Vom 27. Juni bis 7. Juli finden Messfahrten mit dem Mobile Guard in Dorsten statt. Insgesamt werden über 90 Kilometer Gasleitungen überprüft. Die Fahrten finden im Bereich dws Industriegebietes Ost, Altendorf-Ulfkotte, Lembeck und Rhade statt.

„Bei erfolgreicher Testphase ist es durchaus denkbar, dass dieses Verfahren auch in Deutschland zum Einsatz kommt“, sagt Paul Steffens, Netzingenieur bei Westnetz und erläutert weiter: „Bisher werden die Leitungen mit einem Gasspürgerät Kilometer für Kilometer abgegangen. Der große Vorteil des neuen Verfahrens liegt vor allem in der Schnelligkeit und der hohen Messgenauigkeit.“ Zudem sei die Kontrolle an schwierig zu überprüfenden Stellen, wie beispielsweise im Bereich von Autobahnbrücken, einfacher möglich.

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