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Eis-Disco vertreibt Urlauber

Musik ist zu laut

DORSTEN Familie Strauch, Betreiberin der Eissporthalle, startete am Wochenende in die neue Saison. Mit lauter Musik. Vor allem am Abend. Zu laut für die Wohnmobilisten auf dem Stellplatz zwischen Lippe und Kanal.

von Von Rüdiger Eggert

, 18.08.2010
Eis-Disco vertreibt Urlauber

Detlev und Betty Bach aus Leeuwarden (Holland) besuchen seit Jahren den Wohnmobilstellplatz zwischen Lippe und Kanal. Die Musik aus der Eissporthalle war auch ihnen am Wochenende zu laut.

Ein Konflikt tat sich auf, der eskalierte: Einige Wohnmobilisten beklagten sich über den Lärm bei Karin Strauch. Die wiederum fühlte sich von einem der Beschwerdeführer verbal angegriffen und verwies ihn der Halle. „Der war wohl alkoholisiert“, rechtfertigt Karin Strauch ihr Handeln.   Detlev (68) und Betty (67) Bach aus Leuwaarden (Holland) waren am vergangenen Wochenende auf dem Platz, fühlten sich ebenfalls von der Musik in ihrer Urlauber-Ruhe gestört und haben eine andere Version geschildert bekommen.

Danach seien die Wohnmobilisten in der Eissporthalle sehr unfreundlich empfangen worden. „Dann wurde die Musik noch einmal richtig aufgedreht“, erinnert sich Detlev Bach. „Fernsehen und Unterhalten war an diesem Abend nicht mehr möglich“, ergänzt Betty Bach. Einige Wohnmobile wurden sofort umgestellt, zirka zehn Urlauber reisten direkt ab. Besonders betroffen sind die Stellplätze auf der neuen Fläche, denn dort stehen die Wohnmobile direkt neben der Eishalle. Karin Strauch will jedoch nicht am Lautstärkeregler drehen. Denn wenn sie die Eis-Disco abblasen müsste, sei die wirtschaftliche Grundlage der Eissporthalle gefährdet. Sie erläutert: „Ich habe eine Sondergenehmigung. Seit 29 Jahren gibt es die Eishalle und wenn die Stadt hier einen Wohnmobilstellplatz baut, muss sie davon ausgehen, dass es Lärmbelästigungen gibt.“

Detlev und Betty Bach kommen gerne nach Dorsten und wollen es auch weiter tun. „Vielleicht geht es am Abend ein bisschen leiser“, lautet ihre Bitte. Und sie haben auch noch eine andere Idee: „Warum stellt sich die Eissporthalle nicht auf uns ein“, fragt sich Detlev Bach. Er könnte sich vorstellen, in der Eishallen-Gastronomie ein Bier zu trinken oder eine Kleinigkeit zu essen. „So können wir voneinander profitieren und es ergibt sich für die Eissporthalle eine Einnahmequelle“.

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