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Erster 3D-Film lief im Central-Kino

Neue Technik im Test

Kinohelden scheinbar zum Greifen nah, Gegenstände, die auf einen zugeflogen kommen und gestochen scharfe Bilder: Die 3D-Technik feierte am Donnerstag im Central-Kino Premiere. Wir haben uns den ersten 3D-Film in Dorsten angeguckt.

DORSTEN

von Von Manuela Kantert

, 20.08.2010

An der Kinokasse bekomme ich eine schwarze Plastikbrille in die Hand gedrückt und begebe mich in den noch recht leeren Kinosaal 1, den größten des Dorstener Kinos. Der Raum ist mir von vielen Kinobesuchen bekannt und sieht eigentlich noch genauso aus wie früher – doch jetzt hat moderne Filmtechnik hier Einzug gehalten. Während mir der vertraute Geruch von Popcorn und Nachos in die Nase steigt, belausche ich ein Gespräch zwischen Mutter und Sohn eine Reihe hinter mir: „Mama, warum kann man den Film denn nur mit der Brille gucken?“. „Äh, weil der Film extra so gemacht ist. Genau kann ich dir das gar nicht erklären“. Bei 3D-Filmen bekommen beide Augen des Menschen gleichzeitig verschiedene Bilder zu sehen und daraus entsteht der Eindruck, das Geschehen auf der Leinwand wäre dreidimensional.

Bis zum Beginn des Films „Cats & Dogs 2 – Die Rache der Kitty Kahlohr“ füllt sich der Saal etwas. Allerdings scheint sich das neue Angebot des Central-Kinos noch nicht rumgesprochen zu haben, denn nur rund 50 Kinobesucher finden den Weg in den Saal 1. Dann fährt der Vorhang zur Seite und der Film beginnt. Ich lehne mich zurück, setze die Brille auf und bin gespannt, was mich erwartet. Gleich in der ersten Szene des Zeichentrickfilms, der vorm Hauptfilm gezeigt wird, zucke ich zurück: Road Runner stürmt mit seinem Schnabel direkt auf mich zu. Im nächsten Moment klebt der Coyote direkt vor meinem Gesicht und ich hebe erschrocken die Hände. Als ich mich umsehe, bemerke ich, dass es nicht nur mir so geht: Fast alle Kinder haben erschrocken die Hände vor das Gesicht genommen. Als Cats & Dogs 2 beginnt, können sich alle wieder etwas entspannen: Der Film arbeitet zwar mit der 3D-Technik, die Macher haben sich aber mit den Effekten in den ersten Minuten zurückgehalten. So kann man sich besser auf den Einstieg des Films konzentrieren. Der nachgezogene Vorspann im James-Bond-Stil hat es jedoch noch einmal in sich: Mir wird kurz schwindlig und vor meinen Augen drehen sich Hundeknochen und Katzenleckerli.

Aber schon nach den ersten Szenen wird es still im Saal und alle tauchen in die Welt der Spionage-Hunde Butch und Diggs und der bösen Katze Kitty Kahlohr ab. Die will nämlich die Weltherrschaft erringen und dabei Hunde und sogar ihre Katzenfreunde unterwerfen. Die visuelle Qualität des Films ist überragend: Gestochen scharfe Bilder und satte Farben machen den Film zu einem Erlebnis und lassen einen die Welt um sich vergessen. Nach 85 Minuten geht das Saallicht wieder an und die Kinobesucher zeigen sich begeistert: „3D-Filme in Dorsten sind eine gute Idee und uns hat es 1A gefallen“, ist Familie Lage aus Rhade vollkommen zufrieden.

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