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Fotos einer Landschaft im Wandel

DORSTEN Es ist die Landschaft im Wandel, die die beiden Hobby-Fotografen fasziniert und die sie auf ihren Streifzügen durch das Ruhrgebiet dokumentieren: Dort, wo es früher noch dampfte und rauchte, durchstreifen Touristen nun die Industriedenkmäler.

von Von Michael Klein

, 28.08.2008
Fotos einer Landschaft im Wandel

Die dampfenden Schlote der VEBA sind immer einen Klick wert.

Seit dieser Woche sind Teile des fotografischen Werkes von Günter Dudde und Edwin Stubenrauch im Foyer der VHS zu sehen: Blicke von Halden auf die Topographie zwischen Ruhr, Emscher und Lippe. Dort, wo die Kraftwerke Geysire gleich Wasserdampf in den Himmel speien und sich zu faszinierenden Wolkenbildungen verdichten. Dort, wo die Industrie-Emissionen die Brechung des Lichts verändern und dadurch irritierende Farbspiele verursachen. Dort, wo Kokereien nachts angestrahlt werden und Kühe vor Kühltürmen grasen.

Beide sind Kinder des Reviers. „Ich habe Scholven schon gekannt, da war es gerade platt gemacht“, sagt Günter Dudde, Jahrgang 1935. Der Bueraner ist wie sein Fotofreund Edwin Stubenrauch Mitglied im Foto-Film-Club Wanne-Eickel und hat auf seinen Reisen als Bekleidungstechniker für ein Textilunternehmen unzählige Fotos geschossen: „Vom Balkan bis nach Asien.“ Der Herner Edwin Stubenrauch ist Kfz-Meister und betreibt die Fotografie nebenbei. Dennoch haben die Fotos eine unbestrittenen Qualität – beide Fotografen sind hochdekoriert, haben zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen, ihre Bilder in Zeitschriften und Büchern veröffentlicht.

Eigentlich gilt das Hauptinteresse beider der Naturfotografie. Auch auf den Ruhrgebietsbildern schimmert dieses Faible durch. „Hier hat sich die Natur an vielen Orten ihr Terrain zurückerobert, von den Halden aus erkennt man, wie grün das Revier ist“, erklären sie.Ausblicke von der Halde Hoheward vermittelt die Ausstellung ebenso wie Einblicke in den Bochumer Stadtteil Riemke, Ansichten aus Voerde, Walsum ebenso wie von der Zeche Ewald in Herten. Und ein beeindruckendes Foto vom Kraftwerk Scholven ist zu sehen, vor der Sprengung der nördlichen Kühltürme aufgenommen – somit ein weiteres Dokument der Landschaft im Wandel.

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