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Fritz Pleitgen radelte auf dem Gahlenschen Kohlenweg

Einladung provoziert

Der Ruhr.2010-Che hatte die Einladung nach Dorsten vor einiger Zeit selbst provoziert und freute sich, Dorsten kennen zu lernen. Per Velo machte er sich auf Kohlenweg-Tour.

DORSTEN

von Von Michael Klein

, 25.08.2010
Fritz Pleitgen radelte auf dem Gahlenschen Kohlenweg

Fitz Pleitgen besuchte Kunst am Kohleweg.

Zwar hatte er das blaue A 40-Stillleben-Käppi auf dem Kopf, auf rollenden Rädern war der Ruhr.2010-Chef gestern allerdings auf einem historischen Verbindungsweg durch das Ruhrgebiet unterwegs: Per Velo auf der Dorstener Trasse des ehemaligen Gahlenschen Kohlenwegs. „Von dem hatte ich zuvor nie etwas gehört“, bekannte Fritz Pleitgen zum Abschluss der Radtour auf dem Hof Dalhaus in Altendorf-Ulfkotte. Beim Kunstprojekt „Container Transit“ in Duisburg hatte der ehemalige WDR-Intendant einige kreative Mitglieder des Dorstener Kunstvereins „Virtuell-Visuell“ kennen gelernt – „und ich habe es provoziert, dass sie mich nach Dorsten einladen mussten“, so Pleitgen. Denn ansonsten hat Dorsten zumindest im diesjährigen Kulturhauptstadtjahr noch nicht in seinem Terminkalender gestanden.

Dabei ist der Ruhr.2010-Chef gerne in den Local Heroes-Städten des Reviers unterwegs: „Das wird vieles an gemeinsamen Aktionen investiert“, sagt er. Für Fritz Pleitgen war die gestrige Kunstroute eine „intensive Fahrt, sie hätte allerdings noch einen Tacken schneller sein können“. Was er aber nicht auf die Qualität der Kunst am Wegesrand münzen wollte. „Da waren tolle Sachen dabei, die so nur hier im Ruhrgebiet entstehen konnten.“ Die Kohlenstele, das Schwarze Gold im Kubus („ich hoffe, dass es anschließend einen geeigneten Platz findet“), den Esel, die Graffitis am Woolworth-Parkhaus („so was macht mein Sohn auch gerne“) und vor allem die Bergmännchen von Rüdiger Goeritz erwähnte Pleitgen: „Eine Super-Idee, da würde ich gar nicht drauf kommen.“

Und deshalb hörte der Ruhr.2010-Chef auch interessiert zu, als Flötist Thomas Döller ihm erklärte, wie seine Kohlen-Mundstücke klingen. „Alles sehr nette Menschen hier“, befand Fritz Pleitgen im Ruhr.2010-Apfel-Kulturgarten in Altendorf. Kein Wunder: Hatte er doch zuvor seine Lieblingsstullen von Claudia Dalhaus serviert bekommen: die mit grober Leberwurst.

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