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Gedenktafel hat ihren Ort gefunden

Erinnerung an Jüdische Gemeinde

01.06.2007

Damit hat die von Schwester Paula geschaffene Gedenktafel zur Erinnerung an das Leben und Leiden der jüdischen Mitbürger Dorstens während des Nationalsozialismus nach langem Hin und Her endlich ihren neuen Standort am Haus Nr. 4 in der Wiesenstraße gefunden. Ein authentischer Ort, denn mit Synagoge und jüdischem Gemeindehaus war vor dem Holocaust in der Wiesenstraße das Zentrum jüdischen Lebens beheimatet. Bürgermeister Lütkenhorst freute sich, bei der Enthüllung der Gedenktafel einen Freund, Adam Fudali, den Oberbürgermeister aus der Partnerstadt Rybnik, an seiner Seite zu haben. Nach einer kurzen Begrüßung der polnischen Delegation im Alten Rathaus stand die «Enthüllungs-Aktion» am Anfang eines Stadtrundganges der Rybniker Gäste, die Dorsten im Rahmen des diesjährigen Altstadtfestes einen Besuch abstatten. Danuta Lippok übersetzte die Erklärungen des Bürgermeisters ins Polnische: Jüdische Menschen seien Teil der Stadtgeschichte. Auch in Dorsten seien sie von den Nationalsozialisten deportiert und umgebracht worden. Es gebe vielfältige Zeichen des Gedenkens in dieser Stadt, erinnerte Lütkenhorst an die Arbeit des Jüdischen Museums, die Geschichtsstation und Stolpersteine-Aktion - auch die Bronzetafel von Sr. Paula gehöre dazu. Auf Initiative der damaligen «Forschungsgruppe Dorsten unterm Hakenkreuz» wurde die Tafel 1983 am Alten Rathaus angebracht, 2002 aber wieder wegen der neuen Geschichtsstation abgenommen. Nach vielen Jahren der von Kritik begleiteten «Verwahrung» rückte die Tafel gestern gut sichtbar endlich wieder in den Blick der Öffentlichkeit. «Wir danken der Besitzerin des Hauses für die Erlaubnis, die Gedenktafel an der Fassade anbringen zu dürfen», sprach der Bürgermeister und zitierte die Worte, die Schwester Paula am Tag der ersten Enthüllung, am 9. November 1983, gesprochen hatte: «Wir gedenken ihrer, damit sie keinen zweiten Tod sterben, den Tod der Gleichgültigkeit und Bedeutungslosigkeit. Es ist das Einzige, was wir noch für sie tun können.» sing

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