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Größte Biogasanlage in NRW startet später

Industriepark Dorsten/Marl

DORSTEN. Dass sich derzeit im Indu-Park auf der Fläche der EnDi-Großbiogasanlage noch nichts tut, ist kein Grund zur Besorgnis: Das 23-Millionen-Projekt startet mit sechs Wochen Verzögerung.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 05.08.2010

Dafür gibt es triftige Gründe. „Unser mit dem Bau beauftragter Generalunternehmer RosRoca Envirotec konnte bei den dortigen Bodenverhältnissen keine Garantie übernehmen, dass es beim ursprünglich geplanten Ausbau die Anlage von Rissen verschont bleiben würde“, erläuterte gestern EnD-I-Projektleiter Reinhard Störmer vor Ort, „weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass das Fundament verstärkt werden muss, um die tonnenschweren Fermenterlasten dauerhaft tragen zu können.“

„Sicherheit ist das Allerwichtigste“, betont auch Dr. Jürgen Dieter Korz (RosRoca). „Unser Unternehmen errichtet solche Anlagen in ganz Europa. Und dort hat es seit 15 Jahren keine Unfälle gegeben. Das soll auch so bleiben.“ Um auf Nummer sicher zu gehen, erteilt EnD-I jetzt die Aufträge für die erweiterten Tiefbau-Maßnahmen, die dann in der ersten Bauphase von September bis Mitte Oktober realisiert werden sollen. Zunächst wird der Untergrund 2 m tief ausgehoben, mit Schotter aufgefüllt und verdichtet. Darauf kommt dann eine Bodenplatte, die mit 40 cm Durchmesser 10 cm dicker wird, als zunächst geplant. Störmer: „Damit sind wir nach den Berechnungen der Statiker auf der sicheren Seite.“

So kann ab Oktober die Industrieanlage erbaut werden, die aus acht Fermentern und drei Aufbereitungs-Aggregaten besteht. Im November beginnt dann der Bau der sonstigen Gebäude. „Der Fertigstellungstermin ist abhängig davon, ob wir einen milden oder einen strengen Winter bekommen“, erklärt Störmer. Die Anlage solle in jedem Fall in der zweiten Jahreshälfte 2011 in Betrieb genommen werden und zum Jahresende ihre Maximalleistung erreichen. Mit 5,5 MW elektrischer Leistung sei sie dann die größte ihrer Art in NRW. Störmer: „Mit Netzbetreiber RWE sind wir uns bereits über die Gas-Einspeisung einig.“ Täglich sollen dies 32 000 Kubikmeter aufbereitetes Biomethan sein.

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