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Habiflex beschäftigte Wulfen-Konferenz

WULFEN Der Verkauf der LEG und das Ärgernis „Habiflex“ waren die Themen, die bei der 24. Wulfen-Konferenz im Vordergrund standen.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 22.08.2008
Habiflex beschäftigte Wulfen-Konferenz

Trauriger Anblick: Das Habiflex-Gebäude in Barkenberg soll bis Ende Juli geräumt werden.

Trotz Sozialcharta und beruhigender Verlautbarungen der Landesregierung hat der Verkauf der LEG an einen US-Konzern naturgemäß bei den betroffenen Bewohnern große Besorgnis ausgelöst. Die Stadt Dorsten bemüht sich deshalb derzeit intensiv um Detail-Informationen, wie sich der Verkauf auf die Mieter auswirken wird. Der Bürgermeister will in Kürze zu einem Bürgerforum einladen, an dem auch Vertreter des Ministeriums und der LEG teilnehmen sollen.

Den Informations-Bedarf der 52 Konferenz-Teilnehmer zum Dauerproblem Habiflex stillte Ordnungsamtsleiter Rolf Köllmann an Ort und Stelle. Die Anwohner seien über die Zustände in dem Gebäude zu Recht empört, weil die Belastungen für die Nachbarschaft massiv zugenommen hätten. So hätten mehrere Brände gezeigt, dass das Gefährdungsrisiko für die Bewohner jedes akzeptable Maß überstiegen habe. Wie berichtet hat die Stadt Dorsten mittlerweile ein Vermietungsverbot verfügt und die Räumung des Habiflex-Gebäudes angeordnet. Köllmann: „Für alle Bewohner konnten gute Alternativ-Lösungen gefunden werden.“ Nur eine Wohnung, so teilte die Stadt gestern mit, sei derzeit noch bewohnt, sie solle in der nächsten Woche geräumt werden.

Danach werde die Stadt Dorsten Sicherungsmaßnahmen vornehmen, um Vandalismus und Missbrauch der leer stehenden Räume zu verhindern. Die Frage, was mit dem Habiflex-Bau danach geschehen soll, werde gegenwärtig im Rathaus geprüft. Dies solle in enger Kooperation mit den Eigentümern geschehen. Hubert Kuhn vom Jugendamt der Stadt bekräftigte nochmals, dass die Beratungsstelle für Wohnungsnotfälle auch nach dem Auslaufen der Landesförderung erhalten bleibt. Dazu ist die Stadt in die Bresche gesprungen: Sie finanziert die halbe Personalstelle, mit der die Beratung zunächst für ein Jahr gesichert wird.

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