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Hilflosen zur Seite stehen

DORSTEN Wenn Menschen aus gesundheitlichen Gründen bestimmte Angelegenheiten nicht mehr allein regeln können, wenn es ihnen unmöglich ist, wichtige Entscheidungen selbstständig zu treffen, dann benötigen sie professionelle Betreuung.

von Von Andre Förster

, 18.08.2008
Hilflosen zur Seite stehen

Beraten ehrenamtliche Helfer: Detlev Ingendoh, Monika Stolla und Ulrich Stewing (von links).

Der Caritasverband Dorsten, der Verein für sozialpädagogische und wirtschaftliche Betreuung (VSWB) und der Evangelische Betreuungsverein übernehmen im Auftrag des Amtsgerichtes Dorsten solche rechtlichen Betreuungen und stehen somit älteren, geistig behinderten oder psychisch kranken sowie körperlich beeinträchtigten Menschen zur Seite.

Einfachere Betreuungen, beispielsweise Bewohner eines Pflegeheims, werden von den hauptamtlichen Sozialarbeitern gerne an Ehrenamtliche vermittelt, da diese mehr Zeit für die zu betreuenden Menschen zur Verfügung haben. Knapp 200 Freiwillige

"Zumeist sind es Frührentner und Arbeitslose, die die verantwortungsvolle Aufgabe der Betreuung übernehmen und die von uns unter anderem in regelmäßigen Arbeitskreisen beraten und unterstützt werden", sagt Monika Stolla vom Caritasverband.

Knapp 200 Freiwillige sind es allein bei der Caritas in Dorsten, die anderen Verbände sind etwa gleich stark. Rund 75 Prozent der Betreuungsfälle werden mittlerweile von ihnen übernommen. Sie begleiten unter anderem in Vermögens-, Wohnungs- und Behördenangelegenheiten, bieten aber auch etwas, das Hauptamtlichen nicht möglich ist: "Wir betreuen nur rechtlich, nicht sozialtherapeutisch", sagt Detlev Ingendoh vom Evangelischen Betreuungsverein.

"Genau das aber können Ehrenamtliche durch den persönlichen Kontakt mit den bedürftigen Menschen leisten."

Persönlicher Gewinn

Was sind die Anforderungen an die Ehrenamtlichen? "Eigentlich braucht es nur einen gesunden Menschenverstand und eine Portion Verantwortungsbewusstsein", so Ulrich Stewing vom VSWB, der dem Paritätischen Wohlfahrtsverband angeschlossen ist. Der persönliche Gewinn für die Freiwilligen sei enorm, so Stewing. "Als Betreuer lernt man das gesamte Spektrum des Lebens kennen und bringt so etwas Menschlichkeit in das starre Rechtsverhältnis."

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