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Hochstapelei mit Applaus belohnt

Heimatfest Dorf Hervest

DORF HERVEST Nach und nach wächst der Turm aus Holzschuhen. Der Vorsitzende des Heimatvereins, Hans Fromm, setzt einen weiteren Schuh darauf - und polternd bricht das Gebilde zusammen. Fromm versuchte sich am Sonntag beim Heimatfest im Dorf Hervest im "Klotschenstapeln".

von Von Rüdiger Eggert

, 15.08.2010

Nicht schlecht, seine Leistung, aber er weiß natürlich, dass es wahre Könner in dieser Disziplin gibt. "Es gibt Hervester, die stapeln bis zu 40 Holzschuhe." Der Wettbewerb ist seit Jahren einer der spaßigen Höhepunkte des Heimatfestes, bei dem die Zuschauer die Hochstapelei mit Applaus belohnen. Jedes Jahr im August lädt der Heimatverein Dorf Hervest die Bevölkerung auf den Hof Schulte-Tendrich ein. "Ein Fest von Hervestern für Hervester", bringt Fromm es auf einen einfachen Nenner.

Leckere Pfannkuchen, Bratwürstchen, alte Handwerkskunst oder einfach gemütlich zusammensitzen - so lockt das Heimatfest jedes Jahr zahlreiche Besucher in das Domizil des Heimatvereins an die Tendrichstraße. "Es ist schön zu sehen, wie sich Junge und Alte an einem Ort versammeln", so die stellvertretende Landrätin Bärbel Korun bei ihrem gestrigen Besuch in Hervest. Weiter unterstrich sie auch die wichtige Aufgabe der Heimatvereine: "Sie sind das Gedächtnis der Vergangenheit und ein Pfeiler der Gemeinden."Fotos waren gefragt Von der Hüpfburg bis zum gemütlichen Kaffeetrinken auf der Hervester Deele wurde für jede Altersklasse etwas geboten. Geht es um Fotos aus längst vergangenen Tagen, ist Walter Biermann ein gefragter Mann. Wenn Biermann seinen Computer aufbaut und Bilder aus seiner Sammlung zeigt, wird er sofort von vielen Schaulustigen umringt. Hans Fromm freut sich, dass Biermann seit Jahren mit seinen Bildern zum Heimatfest kommt. Korbflechten ist eine alte Handwerkskunst. Nur für den Heimatverein nahm Johannes Bösing gestern sein Handwerkszeug noch einmal in die Hand und zeigte den Festbesuchern, wie früher Körbe für den täglichen Gebrauch hergestellt wurden. Wie gesagt: Die Heimatfreunde sind das Gedächtnis der Vergangenheit.

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