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Hoher Besuch für Pfarrer Manuel Poonat

Bischof zu Gast

HERVEST Besonders seine Nähe zu den Gläubigen begeisterte die vielen Besucher der Messen in den Gemeinden St. Josef und St. Marien, die Bischof George Punnakottil aus dem Südwesten Indiens am Freitag anlässlich seines Besuchs zelebrierte.

von Von Kristoff Gött

, 08.08.2010
Hoher Besuch für Pfarrer Manuel Poonat

Bischof George Punnakottil (3.v.l.) und Pfarrer Manuel Poonat (r.) im Gespräch mit Mitgliedern des Pfarrgemeinderats beim Empfang im Pfarrheim St. Marien.

Wenn man es nicht vorher gewusst hätte, dann wäre man nicht unbedingt darauf gekommen, dass Punnakottil ein Bischof sei, hieß es in einem Gespräch beim Empfang im Pfarrheim St. Marien, so wie er sich persönlich um die Ausgabe der Kommunion gekümmert habe. Der 74-jährige Punnakottil besucht zur Zeit von ihm entsendete Priester und Ordensfrauen in Deutschland. Mindestens 30 seiner 34 Amtsjahre hat der Bischof einen beruflichen Bezug zu Deutschland, privat sind es nochmal 20 Jahre mehr, wie Pfarrer Manuel Poonat verriet.

Poonat, der selbst vor drei Jahren aus dem Bistum im indischen Bundesstaat Kerala nach Deutschland entsandt worden war, ist seit drei Monaten in St. Marien tätig. Wie er ist auch Bischof Punnakottil der deutschen Sprache mächtig, so dass auch die Messen am Freitag auf Deutsch gefeiert wurden.   In Steinfurt und Sendenhorst arbeiten noch zwei Kollegen Poonats, die sich am Wochenende ebenfalls über den Besuch des Bischofs freuen konnten. Abgesehen von den Messen und Treffen in Pfarrheimen ist aber nicht viel Platz für Programm im engen Zeitplan des Reisenden.

Doch es gehe auch mehr um das Sammeln von Eindrücken und dem Zusammentreffen von Menschen, das Erleben von Kultur und Sprache. Wer aus einem Land mit über einer Milliarde Einwohnern, 24 Sprachen, 1600 Dialekten und acht Weltreligionen stamme, der habe von klein auf ein Interesse an anderen Kulturen, so Manuel Poonat – gerade, wenn man dort zu einer religiösen Minderheit gehöre. Die Ausgangspositionen in Deutschland und Indien könnten kaum unterschiedlicher sein: Auch wenn die Punnakottils Bistumsstadt Kothamangalam eine deutliche Mehrheit an Christen beherbergt, liegt ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung auf dem Subkontinent bei gerade 2,4 Prozent. Doch obwohl die Inder sehr religiös seien, gleich welcher Religion sie angehörten, ist die überwiegende Mehrheit sehr friedliebend und tolerant, versicherte der Bischof.

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