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In Hervest soll es mehr Freiräume geben

Neues Konzept

DORSTEN Wenn Martina Hoffs geschulter Blick über den Ellerbruch-Spielplatz schweift, sieht sie eine Fläche mit einem "Riesenpotential". Erkennt aber auch die Schwachstellen: die alten Geräte, die fehlenden Sitzmöglichkeiten. So soll es nicht bleiben.

von Von Michael Klein

, 16.08.2010
In Hervest soll es mehr Freiräume geben

Martin Hollstegge (Leiter der städtischen Grünflächenabteilung), Landschaftsarchitektin Martina Hoff und Jugendhilfeplaner Dietmar Gayck wollen in Hervest Freiräume schaffen.

Martina Hoff hat einen Auftrag von der Stadtverwaltung bekommen: Sie soll für das Projekt "Soziale Stadt Hervest" ein Spielplatz- und Freiflächenkonzept entwickeln. "Die Menschen brauchen erreichbare Orte. Und die Freiräume im Wohnumfeld sind für das Wohlbefinden und das Lebensgefühl von entscheidender Bedeutung", erklärt die Expertin. Punktuelle Verbesserungen, aber auch eine Vernetzung der grünen Trittsteine zwischen den Naherholungsräumen Wenge und Lippeufer heißen ihre Ziele.23 Spielflächen gibt es

23 Spielflächen und einige wenige weitere Plätze, an denen sich die kleinen und großen Bewohner in Hervest treffen, hat Martina Hoff ausgemacht. Denn nicht nur im Hinblick auf die Kinder entwickelt die Landschaftsarchitektin das neue Grün- und Spielflächenkonzept. Auch Senioren brauchen Begegnungs- und Bewegungsorte. "Vielleicht zum Boule- oder Schach-Spielen oder zum Nordic Walken."

Welcher Art die Bedürfnisse der Menschen im Stadtteil sind, dem will das Büro von Martina Hoff nach den Sommerferien auf den Grund gehen. "Wir werden die Eltern von Kindergarten-Kindern befragen und mit Grundschulkindern die Spielplätze erkunden", kündigt sie an. Und in den Arbeitskreisen des Stadtteilbüros mitwirken.

Investitionen in Höhe von einer Mio. Euro sollte das Konzept beinhalten, nach Angaben des städtischen Jugendhilfe-Planers Dietmar Gayck wurden die Zuschüsse auf 800 000 Euro reduziert. "Wir wollen nicht mit dem Gießkannenprinzip da ran, sondern das Geld da einsetzen, wo es sinnvoll ist." Für mehr Miteinander   Und da könnte es laut Martin Hollstegge von der Grünflächenabteilung durchaus passieren, dass Spielplätze da weichen müssen, wo sie nicht mehr benötigt würden. Wichtig sind den Planern auch die Freiräume und Wünsche der Jugendlichen. Für weniger Konflikte, mehr Mit- und Nebeneinander will das Konzept sorgen. Aber: Zu ihrem Recht soll jede Altersgruppe kommen.

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